Eric Clapton - Pilgrim

Genre: Studioalbum
Veröffentlichung: März 1998
Produzenten: Eric Clapton und Simon Climie
Label: Reprise / Warner
Format: 1 CD

Wenn Pilgrim ein Superlativ erfüllen kann, dann wohl als größter Streitmacher unter den Clapton-Fans. Mit der Veröffentlichung der Pop- und Drum&Bass-lastigen Scheibe haben sich mehrere Lager gebildet - verständlich, wenn man an die Vorgänger "Unplugged" und "From The Cradle" denkt. "Pilgrim" liefert viel neues Material, dazu einige Neuinterpretationen alter Songs. Ihnen allen gemeinsam ist die völlige musikalische Umorientierung, die sich bereits durch T.D.F.'s "Retail Therapy" (1997) abzeichnete und schon in den 80er-Jahren bei "August" ausprobiert wurde. Sie manifestiert sich in der vom neuen Produzenten Simon Climie initiierten Drum&Bass-Grundlage, die Claptons größtes Aushängeschild, nämlich sein Gitarrenspiel, weit nach hinten fallen lässt. Stattdessen rückt seine neue hochpolierte Stimme nach vorne, die ebensowenig mit dem koeliert, was in den Jahren zuvor produziert wurde. Lenkt man den Blick allerdings vom Stil und Sound weg und konzentriert sich auf die Songs selbst, so ist die Ausbeute aber gar nicht schlecht: Es finden sich schöne Balladen wie "River Of Tears", "Broken Hearted"und "Circus" (1992), dazu nette Pop-Songs wie "She's Gone" und den Top-Hit der Scheibe, "My Father's Eyes". Dennoch ist es für eingefleischte Bluesfans schwer verdaubare Kost. Ihnen wird es nicht schmecken, dass das Album den Grundstein für weitere Produktionen dieser Art ("Reptile", "Back Home") legen wird.

Tracklist CD:

1. My Father's Eyes *
2. River Of Tears *
3. Pilgrim *
4. Broken Hearted *
5. One Chance *
6. Circus *
7. Going Down Slow
8. Fall Like Rain *
9. Born In Time
10. Sick And Tired *
11. Needs His Woman *
12. She's Gone *
13. You Were There *
14. Inside Of Me *

* Song von Clapton (mit)komponiert.

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Besetzung:
Guitar, vocals: Eric Clapton
Guitar: Andy Fairweather-Low
Bass: Nathan East
Bass: Pino Paladino
Bass & percussion: Luis Jardim
Drums: Steve Gadd
Keyboards: Greg Phillinganes
Keyboards, drum programming: Simon Climie
Drum programming: Paul Waller
Hammond Organ: Chris Stainton
Hammond Organ: Steve Bronze
Hammond Organ, wurlitzer: Paul Carrack
Piano: Joe Sample
Tin whistle: Paul Brady
Strings: London Session Orchestra
Backing vocals: Chyna
Backing vocals: Kenny Edmonds
Backing vocals: Tony Rich
Spoken verse (14): Ruth Kelly-Clapton


In Deutschland erschienen

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1. REZENSION (anonym) vom 16.11.2006:
Also ich finde das Album "Pilgrim" super. Okay, es ist vielleicht nicht wie die anderen, aber warum soll man nicht auch mal was Neues ausprobieren?

2. REZENSION (anonym) vom 01.03.2007:
Ich kann die Verwirrung über den Stil des Albums gut nachvollziehen, klingt es doch nicht so, "wie Clapton klingen sollte". Allerdings haben einige Songs auf dem Album auf ihre Art ziemlich viel Kraft, wie ich finde. Ich möchte nur mal auf das Stück namens "Pilgrim" verweisen.

3. REZENSION (luckyuli) vom 09.12.2007:
Hallo Gottesanbeter,
ich hab mir die Platte gestern selbst zum Geburtstag geschenkt. Bin grad erst bei Stück drei, also dem Titelstück. Da ich kein Claptonfan bin, wie ich Dylanologe bin, und bisher nur Slowhand und unplugged von EC kenne, kann ich zu Stiländerungen wie zB einem "goin' electric" nix sagen, finde das Album bisher, also die ersten 3 Songs schön entspannt. Und da Lied Neun; Born In Time von Meinen Godfather stammt, muss die Platte ja was tauchen ;-)
Ich kann euch aber thematisch Lone Pilgrim von Herrn Zimmermann empfehlen, auf World gone Wrong, zwar eines seiner seltenen Cover, aber nichtsdestotrotz klasse! und grad mal 5 Jahre jünger als diese Platte hier.
by the way, I feel wonderful tonight!

4. REZENSION (anonym) vom 10.01.2008:
Ich würde mich schon als Claptonologe bezeichnen, und die Reise, die dieser Herr seit den Yardbirds gemacht hat, ist beispiellos. "Pilgrim" ist eine starke Platte, die ich damals immer zum Kiffen gehört habe. "Sick and Tired" ist ein harter Blues, der ohne weiteres auf "From The Cradle" funtioniert hätte. Aber es sind die pathetischen Songs wie "River of Tears" oder das exzellente "You Were There", die meiner Meinung nach die Größe dieser Platte ausmachen. Neben "There's One In Every Crowd", "Escondido", "461" und "Cradle" meine Lieblingsplatte vom alten Erich. so, genug gesagt.
// Nachtrag: Ich hab so einen Quatsch erzählt. weil ich "Journeyman" und "Layla, and other Assorted Lovesongs" vergessen hab. Trotzdem ist "Pilgrim" ganz ganz vorne für mich.

5. REZENSION (anonym) vom 28.03.2010:
Pilgrim ist über zehn Jahre. War damals zum Konzert in Berlin. Wenn ich Clapton höre geht es mir sehr gut. Dann macht sogar abwaschen "freude". Seine Musik ist für mich ...