"unplugged" Notenbücher

Elektrisch und akustisch - für Anfänger und Freaks

"unplugged" Notenbücher

Beitragvon string » Mi 25. Mär 2015, 13:57

Hallo,

möchte mich hier „kurz“ vorstellen:
Ich spiele seit etwa 45 Jahren Gitarre und bin Clapton-Fan seit Mayall and the Bluesbreakers.
Somit lässt sich wohl mein Alter in etwa abschätzen.

Für meinen längeren Einstandstext bitte ich schon mal um Nachsicht.
Ich hoffe allerdings, dass ich mit meiner Frage hier im Forum nicht ganz falsch bin und
auch einige Gitarreros sind .

Eines meiner Lieblingsalben ist nach wie vor das „unplugged“ Album. Habe mir damals gleich nach
Erscheinen das Notenbuch von Jesse Gress zugelegt – bald aber frustriert liegen lassen.
Jetzt – nach Jahren - habe ich es nicht lassen können und mir
das Heft +CD „unplugged“ play along 155 und zudem auch noch das Heft „unplugged Deluxe
Edition zugelegt. Beide Hefte von Hal Leonard.

Der einzige Unterschied zwischen den Heften ist, dass die Deluxe Noten- Ausgabe SÄMTLICHE auf
der CD+DVD „Deluxe“ enthaltenen Stücke enthält. Die in beiden Heften gleichen Stücke sind
absolut identisch notiert. – Das hatte ich allerdings so nicht erwartet.

Ich habe bisher die Noten von drei Songs mit Hilfe von „Transcribe“ noch mal genauer unter die Lupe
genommen und festgestellt, dass auch hier wieder – wie schon in verschiedenen anderen
mehr oder wenige fast unverschämten Schrott- Ausgaben -
m. E. nicht so ganz stimmig klingende Passagen zu finden sind.

Insgesamt sind jedoch die Noten/Transkriptionen dieser beider Hefte im Vergleich zu den
CD-Einspielungen weitaus authentischer als die vorhergehenden Ausgaben verschiedenster Autoren,
wobei generell die einzelnen Veröffentlichung wegen des gleichen Fotos von Clapton auf der
Einbandvorderseite auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden sind.

Bei allen Ausgaben vermisse ich den Noten beigefügte sehr hilfreiche Fingerzahlen,
auch Griffdiagramme wären ab und zu für schnelleren Erfolg wünschenwert.
Aber wer die Songs so liebt,
wie ich, der muss sie sich halt wirklich mit Geduld und Ausdauer erarbeiten.

Ich hätte zu meinem „Gemecker“ gerne ein paar Meinungen von Euch gehört, denn vielleicht ist ja die
Ursache für meinen leichten Frust teilweise mein Unvermögen oder mein überzogener Anspruch auf
eine wirklich authentische Clapton – Transkription. :oops:

Danke schon im Voraus für Euere Erfahrungen bzw. Meinungen.

Gruß
String
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Re: "unplugged" Notenbücher

Beitragvon juergen2 » Do 26. Mär 2015, 08:48

Guten Morgen

und erstmal herzlich willkommen!

Klar gibts hier auch ein paar Saitenquäler ;-)

Ich bin 70er Baujahr und insofern in den 80ern musikaisch sozialisiert worden, allerdings stark beeinflusst durch die Plattensammlung meines Vaters der ab den 60ern musikalisch unterwegs war. Mich hat die Unplugged seinerzeit ebenfalls fasziniert, v.a. wegen des für damalige Zeiten doch radikal anderen Konzepts und der Neuinterpretation von Layla.

Nichtsdestotrotz höre ich Herrn Klappertschon lieber plugged, aber das ist wirklich Geschmacksache.

Zu Deinen Fragen bzgl. Transskriptionen...ich kann Noten/ Tabulaturen und Griffdiagramme lesen und nutze sie heute ebenfalls wenn ich auf die Schnelle einen Song draufschaffen will. (die von dir gennanten habe ich allerdings alle nicht)

Hilfreicher als alle geschriebenen Hilfen sind für mich allerdings Original-DVDs und v.a. youtube. Man kann sich tonnenweise Material desselben Songs eines Künstlers von verschiedenen Konzerten anschauen und hat immer mal wieder einen neuen Blick aufs Griffbrett. Gepaart mit eigenem Gehör komme ich da schon recht weit. Und wenn es dann immer noch Unklarheiten gibt, gibts es (gerade für Clapton) Unmengen an Tutorials oder Lessons, wo mehr oder weniger begabte Gitarristen bestimmte Songs sezieren und vorstellen.

Ich weiss nicht inwieweit du dich hier schon mit auseinandergesetzt hast, aber aus meiner Erfahrung heraus ist die Summe allen optischen Saugens von "wie hat er das gespielt" besser als eine mehr oder weniger genaue Transskription. Und führt (zumindest für mich) auch schneller zum Ziel.

Gitarristische (und bassistische) Grüsse

Juergen2
"Der Himmel wird erst schön durch ein paar Wolken" (Tabaluga)
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Re: "unplugged" Notenbücher

Beitragvon string » Fr 27. Mär 2015, 06:36

Danke für Deinen Willkommensgruß, Jürgen, und Deine Antwort.

Mein Hang zum Autistischen macht mir gelegentlich etwas Sorgen aber es gibt mir dann
auch wieder eine gewisse Zufriedenheit, wenn ich meine,
dass ein Stück, wie ich es nachspiele, für mein
Ohr dem Original entsprechend, stimmig geworden ist.

Somit nutzte ich bisher schon immer mehrere Quellen als Hilfsmittel, wenn mir als
Claptomane einer der Songs
besonders am Herzen liegt. - Wie Du schreibst, natürlich youtube, dvds, Tutorials etc.
und auch diverses Notenmaterial.

Es ärgert mich nur immer wieder, wenn ich mit großen Erwartungen mir ein Notenheft
(womöglich auch noch mit „as recorded“ beworben)
schicken lasse, und ich dann danach zu grübeln anfange,
von welcher mir unbekannten, etwas eigenartigen Einspielung die Transkription
vorgenommen wurde???

Ein schönes Wochenende und
allzeit einen guten Ton
Gruß
Klaus
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Re: "unplugged" Notenbücher

Beitragvon gitarreninsel » Di 9. Jun 2015, 15:25

hallo klaus,

ich habe mir das gesammte unplugged-album (clapton-part) für eine tribute-show draufgeschafft und bin ebenfalls auf diese von dir beschriebenen hindernisse gestoßen.
gerne kann ich dir per "ferndiagnose" zu bestimmten passagen tipps geben.

ich halte auch workshops hier "in meiner gegend" ab.
oder....nächstes jahr gibt es einen "musikuraub" auf der insel krk (kroatien) zu diesem thema.
die gastgeberin maja ist eine leidenschaftliche "claptomanin" und war schon auf vielen clapton-konzerten. zuletzt vor 3 wochen in der royal albert hall.
sie räumt für diesen clapton-workshop sogar ihr wohnzimmer in ihrer villa frei, damit wir genug platz haben.
ebenfalls steht ein frisch gestimmter flügel bereit.

bei interesse hier mal reingucken:
https://www.youtube.com/watch?v=5aqzInZXTmU


gruß
e d i n
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