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Hyde Park Festival London (UK) DIE SETLIST
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BERICHTE & FOTOS Review und Fotos von Luisa_Musika Wer an
London denkt, denkt auch an Regen. Man wurde jedoch eines besseren
belehrt. Der Festivaltag war ein Tag zum Sonnenbaden und zum
Sonnenbrand bekommen. Die Bühne war sonnenüberflutet,
was auf jeden Fall schon einmal Jason Mraz und Cheryl Crow inspirierte.
Wir waren rechtzeitig da und hatten daher noch ein wenig Zeit uns mit
Bernd zu unterhalten und uns vorderste Plätze zu ergattern.
Dann der erste Schock - der Veranstalter wünschte uns ein
super Konzerterlebnis das nun Westlife??? eröffnen
würde. Das Raunen in der Menge ließ ihn jedoch davon
abkommen Westlife als Opener auftreten zu lassen. ;-)) Opener waren zum
Glück die "Steve Boyce Band", die ich gar nicht kenne, aber
zumindest die "Insulaner" kennen die Band. Einige der treuen Fans - na
klar auch am T-shirt erkennbar - waren schon früh gekommen und
konnten daher ihren Favoriten von den besten Plätzen aus gut
anfeuern. Schlecht waren die Jungs nicht - aber halt Mainstream Rock.
Dann kam meines Erachtens der erste Kracher - "Robert Randolph" -
Randolph spielte wie der Teufel, wobei mitunter sein Stuhl in die
Fender-Amps flog. Wie rücksichtslos von Ihm ;-) Er ist Live
einfach ein Genuß. Der nächste war "Jason Mraz", mir
bis dahin ebenfalls unbekannt, den Inselbewohnern dafür umso
mehr. Er überzeugte durch seine guten Mischung aus Rock mit
lateinamerikanischen Einflüssen. Da kam durchaus Stimmung auf
und passte auch zum aufkeimenden Sommer-, Sonne- und
Strandgefühl. John Mayer hatte wohl so seine Probleme als
"Vorgruppe" für E.C. aufzutreten. Er maulte ein wenig auf der
Bühne herum, zog sich zwischendurch irgendein Kraut rein und
spielte vor sich hin. Für mich war er der schwächste
Act an diesem Nachmittag. Mit Sheryl Crow kam wesentlich mehr Bewegung
in die Festivalbesucher. Das erste mal war sowas wie eine Woge der
Begeisterung im Publikum zu spüren. Im Gegensatz zu E.C. war
Cheryl Crow immer nah am Publikum und präsentierte sich in
absoluter Spiellaune. Die Blumenkinder sangen in den 60'ern von der
freien Liebe und 2008 singt Cheryl Crow vom Gasoline for free ... ob
das E.C.'s Einfluß ist? So ändern sich die Zeiten
:-)) Wobei mir persönlich jetzt Liebe doch noch wichtiger
wäre als billiger Sprit......:-)) Wie so vieles an diesem
Nachmittag war dieser Song auch neu für mich.
Fotos von Sam Schlagenhaufen ![]() ![]() ![]() ![]() Review von Annedore da Termine und Orte von EC's
Auftritten in Deutschland überhaupt nicht mit unseren Plänen
vereinbar sind ( allerdings werden Freunde in Leipzig erstmals zum
Konzert gehen, wie schon meine Stichelschwester in Noblesville / IN ),
haben wir gleich bei Bekanntgabe des Londoner Auftrittes Karten
bestellt und Flüge gebucht ...... schmunzelnd mit der Erinnerung
an das beinahe gleiche Datum vor 12 Jahren, ebenfalls am Vorabend des
Europemeisterschaftsendspiels. Bis auf das Resultat (Spanien hätte
höher gewinnen müssen ) wiederholte sich unser Erlebnis, wenn
auch mit veränderter Musikauswahl, anderen Vor- und
Begleitmusikern und zum Glück !! keinen deutschen Fans am Hotel.
Mit dem Wetter hatten wir die ganze Woche Glück, im Gegensatz zu
den Besuchern beim Glastonbury Festival - die kamen am Sonntag mit
Gummistiefeln zurück. Lediglich am Freitag tröpfelte es
mal, aber da hatten wir eine wenig informative Führung im Chelsea
Stadium auf unserem Programm ( Wembley, die Schalke Arena und sogar
unser neues Borussenstadion sind richtige Kracher dagegen ), und
hofften auf eine nicht zutreffende Vorhersage für Samstag. Mein
Göttergatte besorgte einen Knirps, denn von der Mitnahme eines
großen Stockschirms kann ich nur abraten: letztes Jahr kam
unserer nach Röntgen und separatem Transport als
Hockeyschläger an, passend zur Hockey-WM in MG.
Nun aber zum Konzert: Wir trafen kurz vor Robert Randolphs fulminantem Auftritt ein - der Bursche und seine Band sind wirklich großartig. Jason Mraz war uns vom Namen her unbekannt, aber die meisten seiner Titel laufen dauernd im Radio, zumindest "I'm yours" und "Remedy" ( mag ich nicht ). Er erwähnte was von Schreibfehler auf Plakat oder Flyer, bei so einem Namen wohl verständlich. Mit dem albernen Hut erinnert mich der Bursche an Marius M-W ( neee ! ), aber musikalisch hat er wirklich was drauf, nicht so fad und eintönig wie später John Mayer. Der riss allerdings die hinter uns sitzenden Japaner von den Füßen, die verloren reineweg un-asiatisch ihre Fassung und kreischten und stürmten nach vorn. Sheryl Crow sang und spielte wieder souverän, sie gehört wirklich zu den Großen, wenngleich meine bessere Hälfte ihr Lied vom Santa Monica Boulevard schon bei unserem Besuch dort vor mehr als 10 Jahren nicht hören mochte. Und dass Amerikaner - wenn auch im Nebensatz - ihre Lebens- und Krankheitsgeschichte erwähnen, kommt nicht nur bei Musikern vor. EC braucht bekanntermaßen nur seine Strat zu stimmen, um mich zu begeistern, deshalb schließe ich mich den anderen Berichten an - er war und ist einfach unübertroffen gut. Leider hatte ich meinem Mann "Little Wing" versprochen ( wir gucken jedesmal in der Brook Street bei Jimi vorbei ), wovon unsere tornado-durchnässten amerikanischen Freunde geschwärmt hatten - nix war's. Einige Titel kannten wir nicht, wie schon von anderen Fans bemerkt, aber es war genug zum Genießen und Mitsingen dabei. Die Zugabe war ebenfalls anders als in Noblesville, aber dafür mit Damenunterstützung - klasse! Zur Band: Chris Stainton spielt grandios, auch wenn er im Streifenpulli nicht wie der typische Star aussieht. Willie Weeks ist ein unauffälliger und zuverlässiger Begleiter, Doyle Bramhall hat sich deutlich verbessert in all den Jahren ( mit Grausen erinnern wir uns an seinen Auftritt mit der Smokestack-Lightning Band als Vorgruppe ..... ), die Sängerinnen gehören irgendwie dazu --- und Abe Laboriel Jr. fiel schon bei Paule dadurch auf, dass er richtig schuftet am Schlagzeug. Besonders an ihm hatte mein Mann einen Riesenspaß. Ach ja, er konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen, dass EC auch nicht mehr der Jüngste sei, er sähe richtig alt aus - wie gut, dass der Zahn der Zeit an allen knabbert. Zu den Konzerten in der RAH gehört immer ein Pint auf dem Rückweg nach Kensington zum Ritual ( manchmal klappte das nicht, als noch "last order" galt ), und das schlürften wir zum guten Abschluss einen vergnüglichen Abends auch auf dem Weg nach Marylebone. Mit der 007-Ausstellung, Tut-anch-Amun im O2 und der Fullers Brauerei hatten wir ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die Woche. Mal sehen, was beim nächsten Konzert außerdem stattfindet - wir werden wieder dabei sein. |
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