Leipzig (D)
am 12.08.2008 in der Arena Leipzig

EC spielt das erste Mal seit 2 Jahren wieder in Deutschland! Das Konzert in Leipzig war ursprünglich als Open-Air auf der Festwiese geplant. Letztendlich gaben die Veranstalter der Arena den Vorzug.

Die Setlist entspricht der aus Island vom 08. August mit dem feinen Unterschied, dass "Layla" wieder ins Programm aufgenommen wurde. Im Vorprogramm spielte, wie angekündigt, Bob Dylans Sohn Jakob Dylan.

DIE SETLIST

1. Tell The Truth
2. Key To The Highway
3. Hoochie Coochie Man
4. Here But I'm Gone
5. Outside Woman Blues
6. Isn't It A Pity
7. Why Does Love Got To Be So Sad
8. Driftin'
9. Nobody Knows You ...
10. Motherless Child
11. Travellin' Riverside Blues
12. Running On Faith
13. Motherless Children
14. Little Queen of Spades
15. Before You Accuse Me
16. Wonderful Tonight
17. Cocaine
18. Layla

Zugabe:
19. Crossroads


EC in Leipzig. Foto: Elder

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BERICHTE & FOTOS

Review und Fotos von Börste

Nach den gekürzten Open-Air-Konzerten der letzten Tage war zu hoffen, dass die Verlegung in die Leipziger Arena-Halle wenigstens wieder ein volles Programm bringen würde - und die Hoffnung wurde ganz erfüllt. Nur Crossroads als einzige Zugabe hätte zehn Minuten länger sein können.
Seit Jahren hat der Blues in Claptons Konzerten nicht mehr derartig dominiert. Ja, Wonderful Tonight, das Schmacht-Lied, in dem er nicht ohne Hilfe ins Bett kommt, musste auch gespielt werden - aber selbst dieses Stück gewann im Kontext der anderen und in dieser irgendwie stilvollen, gelassenen Version neues Format. Mein Höhepunkt war Little Queen Of Spades, dramaturgisch gewissermaßen die Kurve vor der Zielgeraden im Konzert, großzügig erweitert mit Instrumentalpassagen und ausgebaut auf mindestens die doppelte Länge. Zwar gab es nicht die Mundharmonika, die wir von Me And Mr. Johnson kennen, dafür aber ein geradezu manisch ausuferndes Hammersolo von Chris Stainton am Klavier - fesselnd! Für Kenner anrührend auch Isn't It A Pity, das alte George-Harrison-Stück, von EC mit einer ganz eigenen Würde und Herzlichkeit erfüllt. Und vor, nach, in allem der urwüchsige Blues, Waters, Broonzy, Mayfield, Johnson, Cream! - und was könnte EC besser? Es war das stärkste Konzert von ihm, das ich nach Just One Night gehört habe.
Apropos Cream: Abe Laboriel jr. könnte dort als Schlagzeuger jederzeit einsteigen!



Review und Fotos von Elder

Um es gleich vorwegzunehmen - das einzig negative am Konzert von Eric Clapton in Leipzig am 12.08.2008 waren die wenigen Besucher. Nur ca. 8000 Leute fanden den Weg in die Arena, die eigentlich bis zu 13.000 Besuchern Platz bietet.
Als Vorgruppe spielte Bob Dylans Sohn Jakob mit seiner Band. Der Junge macht eine unaufgeregte Musik, handwerklich gut gespielt und gesungen (keine Spur von Dylan Sen. näselndem Sprechgesang. Er erinnerte mich an die Musik von Chris Issak. Nach einer kurzen Umbaupause, als der Teppich ausgerollt war, betraten EC und Band die Bühne und gingen gleich ordentlich zur Sache. Es war bekannt, daß dieses Konzert sehr blueslastig werden würde - und so war es auch in Ordnung. Sicher wird jetzt mancher wieder rumnörgeln, was alles besser in die Setlist gepaßt hätte (auch ich hätte da noch einige Wünsche). Neben EC spielte Doyle Bramhall eine gleichberechtigte Rolle, er durfte auch singen. Allerdings griff er ein-, zweimal auch ziemlich daneben. Aufgefallen ist mir, daß nun DBII nach jedem Titel die Gitarre wechselt und Eric wahrscheinlich wieder puristischer wird und länger auf einem Instrument spielte. Dies allerdings wieder in gewohnter Genialität. Die größte Überraschung für mich war jedoch Chris Stainton, der sich dieses Mal an seinem Instrument ordentlich austoben konnte - was für ein Pianist! Er hatte mehrere Soli, die die Arena zum Kochen brachten.
Der Sound insgesamt war angenehm, nicht zu laut. Die Techniker müssen allerdings noch etwas üben. Vor allem nach dem akustischen Teil war Doyles Gitarre deutlich übersteuert.
Und noch etwas ist mir aufgefallen - Doyle und Willie schienen sich irgendwie über EC lustig zu machen, als wenn sie auf irgendetwas warteten (etwa eine bestimmte Art der Intonation) und sich dann darüber bekringelten, während Erich voll Inbrunst sang.
Alles in allem ein Konzerterlebnis von dem ich wieder lange zehren werde. Hoffentlich steht Leipzig trotz der wenigen Besucher auch in Zukunft auf EC Tourplan und hoffentlich hält er es nicht so lange zu Hause aus :-)
Euch anderen wünsche ich in den nächsten Tagen noch schöne Konzerte.
Liebe Grüße, Elder




Gitarrist Doyle Bramhall II


EC während der Akustik-Einlage


Keyboarder Chris Stainton


Jakob Dylan im Vorprogramm


V.l.n.r.: Backgroundsängerinnen Michelle John und Sharon White, Gitarrist Doyle Bramhall II, EC, Bassist Willie Weeks, Drummer Abe Loriel und Keyboarder Chris Stainton.


Doyle Bramhall II als 2. Gitarrist.

Fotos von Christian M.











Fotos von Achim