Berlin (D)
am 15.08.2008 auf der Waldbühne

DIE SETLIST

(Änderungen zum vorigen Konzert sind fett markiert)

1. Tell The Truth
2. Key To The Highway
3. Hoochie Coochie Man
4. Here But I'm Gone
5. Outside Woman Blues
6. Isn't It A Pity
7. Why Does Love Got To Be So Sad
8. Rock Me Baby
9. Nobody Knows You ...
10. Motherless Child
11. Travellin' Riverside Blues
12. Running On Faith
13. Motherless Children
14. Little Queen of Spades
15. Before You Accuse Me
16. Wonderful Tonight
17. Layla
18. Cocaine

Zugabe:
19. Crossroads

EC in Berlin.
Foto: Pickschnitzer.


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Review und Fotos von Madschnun461

Location: Die Waldbühne ist super - groß und trotzdem eine intime Atmosphäre. Die Stimmung im Publikum und auch auf der Bühne war trotz oder wegen des Regens grandios

Dylan: Ich kannte ihn vorher gar nicht. Mir hat's gefallen, ist halt was ruhiger und laid back. Er hat eine super Stimme - kein Vergleich zum Vater ;). Und einen guten Gitarristen hatte er dabei.

zu Clapton&Co: Bis zum Akustik-Set war die Aufteilung, was Gitarre und Gesang angeht, zwischen Doyle und Eric 50-50. Doyle war, wie zuletzt, sehr, sehr gut. Er gefällt mir immer besser. Vorne in der ersten Reihe war zu Anfang Doyle sehr viel lauter als Clapton, aber das besserte sich im Verlauf - erste Reihe halt. Erstes Highlight für mich war Hoochie Coochie Man, eigentlich keiner meiner absoluten Lieblingssongs, aber was Clapton da gesanglich reingesteckt hat, war toll. Here But I'm gone war gut, aber Double Trouble und Little Wing wurden schmerzlich vermisst. Outside Women Blous war sehr kraftvoll, Clapton hatte richtig Drive. Isn't it a pity hab ich so gut noch nie gehört auf dieser Tour, sehr gefühlvoll vorgetragen. Why does love got to be so sad war umwerfend. Tolle Soli von beiden. Der Knaller kam dann: Rock me Baby akustisch, sehr geil in dieser sehr lässigen Version, tolle Soli von Clapton. Bei Motherless Child riss dem Meister ziemlich schnell eine Saite, womit Slowhand aber sehr gekonnt und gelassen umging. Auch war Doyle hier mit seiner, wie ich erfahren habe, 12-saitigen E-Gitarre ganz ausgezeichnet. Runnning on faith war grandios wie immer. Motherless Children machte wie immer Lahme wieder gehend, live einfach toll der Song. Little Queen of Spades wie gewohnt bombastisch. Weiterer Höhepunkt: Wonderful tonight wirkte vor dieser Kulisse einfach traumhaft (Fotos folgen). Layla super, obwohl ich das Gefühl hatte, dass Doyle da etwas hinterher war. Cocaine mit wah-wah - einfach super. Zugabe: Wie immer leider nur eine, aber eine gute. Crossroads brachte alle nochmal zum Kochen.

Fazit: Ein Wahnsinnskonzert mit eine Wahnsinnsstimmung. Der Regen spielte gar keine Rolle mehr, hoffentlich regnet's in Wiesbaden auch ;). Besonders schön war es auch wieder alte und neue Bekannte zu treffen. Gemeinsam genießen (und nass werden) macht einfach mehr Spaß. Auf ein nächstes Mal!!!

Liebe Grüße an alle und danke für ein fabelhaftes Wochenende

Review von Bernd

Die Waldbühne in Berlin ist natürlich etwas ganz besonderes und der Regen gab dem ganzen Konzert die richtige Gemütlichkeit. Die Berliner selbst, allen voran mein Freund Peter, waren sehr gut drauf und ausgesprochen freundlich, glücklich Eric und Band „ sehen zu dürfen“ und locker. Man hatte einfach Spaß! Auch die vielen Buletten und Bier / Weinstände waren die ganze Zeit extrem gut frequentiert, was mich wunderte, denn man hat ja viel Geld für das Ticket bezahlt und dann sollte man schon ganz vorne mit dabei sein und richtig bluesig abrocken oder genießen.
Gut, dass wir nicht in München waren. Dass passt auch nicht. Dirndl und Gamsbart zu Eric Clapton und dann noch im Sitzen ein Hendl oder a Haxen…Ich entschuldige mich auch sofort bei meinen bayrischen Freunden! Eine Steigerung wäre nur noch mit Österreich möglich.
Über die Set List kann man diskutieren. Vor 2 Jahren in Hannover war sie besser, zu Beginn mit Let it rain, let it rain...hätte auch in Berlin gepasst. Und vor 7 Jahren bei Erics world tour war es wohl die beste Set List aller Zeiten und auch die besten Musiker. Aber auch die Berliner Band war ausgesprochen toll und die Jungs waren gut drauf und lebten die Musik. Ich fand es toll, und freue mich Sir Eric Clapton wieder sehen zu dürfen.
Ich hatte die einzigartige Zufallsgelegenheit im November 2001 Eric im Park Hyatt Hotel in Santiago de Chile beim Wandern durch die Halle begrüßen und sprechen zu dürfen. Sogar ganze 10 Minuten lang. Er ist ein sehr höflicher, ruhiger und normaler Typ ohne Starallüren. Sein Leben war schwer genug. Ich finde sein „ Thank you „ vollkommen ausreichend und ich freue mich wenn ich dann sagen darf: „ Youre welcome!  Also immer locker bleiben und die Musik genießen.

Review von Olliclapi

Mir fehlen eigentlich noch die Worte. Nach Hannover und Berlin 2005 in der Wuhlheide war dieses Konzert mit Abstand einfach nur oberirdisch. Obwohl God in der Stadt war hatte es der Wettergott leider nicht gut gemeint mit uns. Aber spätestens nach dem zweiten Song war der Regen vergesssen.
Ich muss Pickschnitzer zustimmen ich habe den Meister selten so agil und mit einer Spielfreude gesehen wie heute. Nach fast jedem Song hat er gelacht; ja tatsächlich, dass kann er auch. Ich glaube Eric konnte selber nicht glauben, dass bei diesem Schei.. Wetter die Waldbühne voll war. Er hat es uns ordentlich gegeben. Der Sound war perfekt abgestimmt. Nach dem Akustikteil wurde die Lautstärke ordentlich nach oben gezogen, aber es blieb da wo ich stand; 10 Meter vom Meister entfernt sehr erträglich. Nun zu den Songs:

Besonders hervorheben möchte ich Here But I'm Gone. Ein genialer Song hab ihn vorher noch nie gehört. Clapton wollte gar nicht mehr aufhören und hat drei Solos gespielt. Das war auch bei einigen Songs so. Die waren viel länger als sonst. Aber vielleicht kam es mir nur so vor. Bei Why Does Love Got To Be So Sad kann aber auch ein anderer Song gewesen sein war das Outro sehr gut. Doyle und EC standen nebeneinander wie Keith und Ron in den guten alten Zeiten und haben sich die Solos 5 Minuten lang zugespielt einfach nur super. Alle anderen Songs wie immer super, emotional und kraftvoll. Man kann nur immer wieder sagen "Je oller desto doller". Alle Musiker haben jetzt sehr viel Freiraum, um sich zu entfalten. Vorallem CHRIS STAINTON, ein Pianist vor dem Herren und natürlich Doyle. Ich denke das Doyle und Eric mittlerweile einen ziemlich guten Draht zueinander haben. Trotzdem würde ich gern mal wieder den Andy neben dem Meister sehen.
Zum Abschluss bleibt zu sagen; ich hoffe, dass alle die, die Eric noch in Deutschland sehen und hören werden hoffentlich so viel Glück haben, ihn so zu sehen wie wir heute in Berlin. Einen genialen Sänger und Gitarristen. Eric Calpton war ist und bleibt der Beste Gitarrist auf diesem Planeten. Weil er es immer wieder schafft mit seinem Spiel und Gesang tausende Menschen in seinen Bann zu ziehen. Das war nicht seine letzte Tour:-) Ich hoffe es gibt bald Bootleg von Berlin.

Fotos von Hajoschi





Review und Fotos von Pickschnitzer

Es war ein sehr gutes bis grandioses Konzert obwohl der Wettergott kein Einsehen mit dem Publikum hatte. Die volle Waldbühne ( 25 .000 Zuschauer ) war gut gelaunt, nicht zuletzt, weil ein sehr guter Jakob Dylan prima Musik gamncht hat und die Leute im Vorprogramm prima unterhalten hat. Die MUsik hatte mich sehr oft an Springsteen erinnert. Sehr gute Arrangements und perfekt vorgetragen.

Aber nun zum Meister.
Kurz nach 20.00 Uhr ging's los , ich habe im Laufe des Abends selten einen so guten, agilen und stets wach und frisch wirkenden Clapton gesehen. er spielte mit seinem gewohnten Setup und hatte seinen kräftigen aber diesmal sehr guten und sauberen Ton in den Fingern. Er hat kräftig zugelangt, es war aber nicht so wie bei der letzten Tour, diesmal paßte es alles klanglich prima zusammen. Doule hat deutlich mehr zu tun gehabt , spielerisch paßten seine Soli viel besser in's Konzept, sie hatten deutlich stärker den Style von Clapton , aber mit genügend Freiraum für die eigene persönliche Note.
Es gab in den Songs viele Pianosequenzen, das lockerte die Songs gut auf.
Ohne jetzt zu sehr in's Detail zu gehen( das werden garantiert noch Andere morgen machen ;-)) ), mir haben die aktuellen Interpretationen seiner Songs sehr gefallen, sie waren kräftig, hatten viel Drive und des rockte ordentlich.
Stille Befürchtungen, es könnte evtl. ein Senioren- Abend mit durchschnittlicher Musik werden hatten sich nach den ersten Tönen verflüchtigt.
Ich beteilige mich bewußt mal nicht an der Diskussion, ob der Song nun hätte dabei sein müssen oder lieber ein anderer. Es war einge gute Mischung mit einem tollen Akustik Part in der Mitte. Clapton präsentierte sich agil und lebhaft, spritzig, lief viel herum und bewegte sich viel, keine Anzeichen von Alterserscheinungen jeglicher Art. Typischer Beweis, bei Motherless Child haben es nicht alle seiner 12 Saiten auf der Gitarre überlebt, da stecke Inbrunst und Punch dahinter und so klangen die Songs auch!

Also es war für mich eines der besseren Konzerte vom Meister, man hatte schon oft das Gefühl, er liefere eine Pflichtveranstaltung ab, oder er hatte keine Böcke, um es mal rustikal zu sagen, davon waren wir heute erfreulicherweise meilenweit entfernt.
Das Konzert war toll, Clapton in sehr guten Form und Die Band hat in musikalisch oderntlich unbterstützt.

Allen Unentschlossenen kann ich nur wärmstens empfehlen, die 2 verbleibenden Chancen zu nutzen und allen Besuchern für Wiesbaden und München kann ich nur sagen:
Eric kommt und rockt Euch !!!!! Freut Euch drauf !!!!!!