München (D)
am 17.08.2008 auf dem Königsplatz

Auf dem Königsplatz in München spielten EC und Band ihre bereits bekannte Setlist. lediglich "Driftin'" und "Rockin' Chair" kamen wieder dazu.

DIE SETLIST

(Änderungen zum vorigen Konzert sind fett markiert)

1. Tell The Truth
2. Key To The Highway
3. Hoochie Coochie Man
4. Here But I'm Gone
5. Outside Woman Blues
6. Isn't It A Pity
7. Why Does Love Got To Be So Sad
8. Driftin' / Rockin' Chair
9. Nobody Knows You ...
10. Motherless Child
11. Travellin' Riverside Blues
12. Running On Faith
13. Motherless Children
14. Little Queen of Spades
15. Before You Accuse Me
16. Wonderful Tonight
17. Layla
18. Cocaine

Zugabe:
19. Crossroads


EC in München.
Foto: Luisa_Musika.

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Review und Fotos von Luisa_Musika

Was soll ich sagen - ich stehe noch unter dem Eindruck eines Konzertabends wie er gefühlsmäßig nicht indifferenter sein könnte. Vorneweg - E.C. und Band waren sogar besser als in London auf dem Hard Rock Calling - nur die Stimmung auf dem bestuhlten Königsplatz war dafür um Klassen schlechter als im Hyde Park.
Die Künstler wurden, allen voran Jakob Dylan, während seines Auftritts, die Herrschaften Publikum trudelten langsam ein, quasi ignoriert. Ein paarmal bekam er sowas wie Applaus. Ein Witz! Er hätte auch ohne Publikum spielen können.
Er lieferte zwar Mainstream Folkpop, aber so schlecht nun auch wieder nicht!
Eric ging ohne sich zu verabschieden, obwohl er für Crossroads
nochmal auf die Bühne kam, dafür dürfte es sich um die kürzeste Version gehandelt haben die ich je in einem Konzert erlebt habe!
Danach sammelte er seine Mannen ein und ging kopfschüttelnd und mit einer wegwerfenden Handbewegung von der Bühne. Absolut zu Recht!
So schnell kommt er nicht wieder. Ich hoffe die Konzertbesucher danach müssen dafür nicht büßen. Dabei waren heute außnamslos alle Aktuere in Hochform.
Von Anfang an wurde den Solis viel Raum gegeben. Vorneweg Chris Stainton und Doyle Bramhall II. Chris Stainton kam oft zum Zug und Doyle Bramhall II "slidete" den ganzen Abend. Ich empfand DB II eigentlich sonst als unpassend, aber heute Abend lieferte er tolle Solis und war Eric durchaus ebenbürtig. E.C. stand einmal abseits und schaute (hörte) Doyle bei einem Solo zu, in seinem Gesicht konnte man lesen - seht her wie gut der "Junge" spielt. DB II steuerte heute mindestens genauso viel bei wie E.C.
Eigentlich "begeisterungswürdig" - nur dem größten Teil des Publikums nicht!?
"Why Does Love Got To Be So Sad" wurde mit richtig Dampf intoniert - flink und präzise. Zum Schluß der Nummer zeigten beide wie man dem letzten Bund die höchsten Töne entlocken kann. Phantastisch!
Mit "Motherles Child" auf der 12-seitigen hätte es das Publikum eigentlich von den Sitzen reißen müssen, aber weit gefehlt.
"Motherless Children" kam schon "hardrockmäßig" daher, aber das Publikum war nicht wirklich zu beeindrucken.
"Wonderful Tonight" wurde zur Kenntnis genommen, man hätte als echter Fan jetzt weinen mögen. In Lodon sang hier der ganze Hyde Park mit!
Bei "Layla" brandete kurz echte Begeisterung bei einem Teil der Fans aus. Einige standen nun auf. Layla wurde ebenfalls mit Druck und tollen Solis gespielt, allen voran DB II mit seinem Slide. Trotzdem rockte E.C. und Band mit "Cocaine" nochmal richtig ab. Jetzt standen zwar alle auf, aber so richtig ab ging nichts im Auditorium.
"Crossroads" gab's trotzdem als Zugabe, aber in der kürzesten Version seit ich Eric kenne.

Review von Gert

Es war ein beeindruckendes Konzert mit grandiosen Solis und mit einem EC und einer Band, die einen enthusiastischeren Beifall verdient hätten. Leider ist die Bestuhlung nicht wirklich dazu geeignet Rockstimmung aufkommen zu lassen , die man bei einer Stadt wie München eigentlich voraussetzen könnte. So blieb es ähnlich wie bei Mozart-Konzerten eher zurückhaltend heiter. Seitlich zu den Sitzreihen hatten sich eine Reihe von EC Fans aufgebaut die singend und tanzend versuchten den stillen Musikkonsum auf den Rängen der vornehmend 50+ Generation zu durchbrechen.  Ordnungskräfte haben allerdings mehrfacht versucht (Gott sei Dank) ohne Erfolg die wenigen echten Supporter auf ihre Plätze zu verweisen.

Review von Musik_Lovers

Wir sind auch große EC-Fans und waren mit hohen Erwartungen zum Königsplatz gepilgert, der sehr eng bestuhlt war, aber bei lauem Sommerabendwetter schien die Stimmung locker und erwartungsfroh ... das Publikum war aufnahmebereit und viele freuten sich auf einen großartigen Musikabend des seltenen Gastes.

Doch was dann kam, war eine einzige Zumutung:
Zunächst Bob Dylan's Junior spielte als WarmUp Gruppe einen lustlosen, zwar musikalisch ansprechenden Song nach dem anderen runter, begrüßte nicht mal sein Publikum oder freute sich über den anfangs durchaus großzügigen Applaus für eine Band, die die wenigsten kannten. Er hatte es ja nicht mal für nötig gefunden sich selbst vorzustellen! Nun ja, man dachte, ist ja nur das WarmUp.

Er verschwand von der Bühne so teilnahmslos, wie er erschienen war. Umbaupause, über dem schönen Gelände zieht eine dicke Regenwolke sich zusammen und es reicht, um alle mal richtig nass werden zu lassen. Dennoch, kein Verdruss im Publikum, obwohl viele keine Schirme oder Regenschutz dabei hatten. Erstaunlich, denn der Altersquerschnitt war doch etwas höher.

Dann endlich geht's los: EC schleppt sich lustlos auf die Bühne, von viel Vorschussapplaus begrüßt ... aber welch eine Enttäuschung von diesem Moment an: Der "Meister" begrüsst weder die Stadt, noch das im Regen ausharrende Publikum, noch kommuniziert er in IREGENDEINER Form mit dem ausverkauften Gelände. Strange, was hat er denn? Naja, vielleicht später?

Doch ein Song nach dem anderen wird routiniert, aber völlig uninspiriert abgespult, die Band ist perfekt, das stimmt, der Sound gut abgemischt, die PA klingt auf dem Platz fast überall richtig gut ... doch EC holt weder seine Zuhörer ab, nimmt sie nirgendwohin mit, oder zeigt einen Funken Interesse an seinem Publikum!!!! :-((

Wir haben noch NIE einen autistischer, unispirierender agierenden Musiker seiner Qualitätsklasse spielen sehen, als Mr. Slowhand an diesem an sich schönen Abend :-(( Immer mehr Besucher sind enttäuscht, das spürt man, hört man in vielen Gesprächen, der Applaus wird zunehemnd von Stück zu Stück dünner ... kein Wunder, Herr Clapton hatte es wirklich NICHT VERDIENT.

Sorry, aber wenn der OP jetzt das Münchener PUBLIKUM für diesen laschen Abend verantwortlich machen will, dann war er auf einer anderen Veranstaltung! Eric Clapton hat für diesen lustlosen und gelangweilten Auftritt nicht mehr verdient, vereinzelt hallten auch Pfiffe im Laufe des Abends über den Königsplatz. Zu Recht!

Wer für 70+ € sich die teuren Karten gegönnt hatte, MUSSTE enttäuscht werden, was auch zahlreiche Gespräche mit anderen Gästen bestätigten. Selten habe ich so viele enttäuschte Gesichter nach einem MUSIKALISCH großartigen Konzert gesehen. Aber sorry, bei einem Profi wie Clapton, der so lange in diesem Geschäft ist, zeugt es von Arroganz und Missachtung seines Publikums, wenn er sich so verhält und dann noch nicht einmal ein DANKE heuchelt!

WORTLOS und OHNE GRUSS die Bühne mit abfälliger Geste auch noch zu verlassen, schlug dem Fass den Boden aus! :-/ :-/

Nun ich weiss, dass ich vorläufig auf dem LETZTEN Clapton-Konzert war. Ich denke, viele andere Besucher, werden das genauso empfunden haben. Da reisst auch ein guter Sound nichts mehr raus ...

Verdammt schade ... and Shame on you, Mr. Clapton!!

LG CaRo

Fotos von Sini08


Im Vorprogramm: Jakob Dylan (links)




















Review von Rias2

Für mich war es ein gutes Konzert.

Zu den Vorberichten: das EC eine Handbewegung ins Publikum machte als er von der Bühne ging, habe ich auch gesehen und es als sehr befremdlich empfunden. Zumal sich bei der Zugabe Crossroads und dem letzten Song Cocaine sich einige von den Plätzen erhoben haben und zum Teil nach vorn gekommen waren. Die klassische Verbeugung, alle in einer Reihe, dann 1-2 mal, ist schlicht weggefallen.

Zum Publikum, die Gesichter die ich in den Reihen beobachtet habe, und das war Reihe 25, für weiter vorn hat es am ersten Buchungstag bei Eventime nicht gereicht, waren emotionslos und ich habe mich gefragt warum diese Personen zu EC gehen.

Die Stimmung war wie in einer bayrichen Provinzkirche, man lauschte andächtig der Musik. Für mich hat Clapton & Band Titel für Titel, engagiert, kraftvoll und musikalisch exzellent zellebriert. Bei Key the High way, Motherless Child kleine Ausnahme. Beifall gab es vom Münchner Publikum wie für eine Vorführung der Trachtenkapelle aus Oberammergau.

Realistisch: die Bestuhlung wirkte sehr einschläfernd und der Abstand zur Bühne bis zum Sicherheitszaun hatte gigantische Ausmasse. Bei diesem Publikum hätte ein Schleifenband gereicht.

Eine wahrnehmbare Gefühlsäusserung vom Publikum konnte ich nur vernehmen als der Regen aufhörte. Die erspielten Solo's hatten nur einige zum Beifall bewegt.

Fazit: EC & Band +++++++, Publikum + Stimmung nicht bewertbar.

Review (anonym)

Liebe aufgeregte Fans von Eric Clapton in München und auch die nicht aufgeregten.


Eric Clapton spielt im Bereich des Blues und seinen Ausprägungen in der "Liga" eines Karajan, Strawinski, Bernstein, meinetwegen den großen Klassikern. Ich bin Münchner seit 5 Generationen, spiele selbst in Münchner Bands Piano und Orgel und spiele auch "Little Queen of Spade". Jedoch nicht annähernd so gut wie Eric Clapton. Warum auch. Ich probiere es gar nicht erst.

Das Konzert in München war ein klassisches Konzert. Deshalb Stuhlreihen. Es war kein Auftritt zum mitgröhlen und mitstampfen, sondern zum anhören und zuhören. Und dies hat es vollstens erfüllt aus meiner Sicht. Schade eigentlich, dass es die üblichen Würstl und das Bier gab. Sowas gibt es in einem Konzerthaus auch nicht. Ausser in den Pausen.

Eric Clapton richtet sich wahrscheinlich nicht mehr nach den "Hau den Lukas"- Zuhörern, sondern versteht sich elitär. Das Recht hat er. Er erwartet wahrscheinlich dunklen Anzug und Abendkleid. Und das hat er auch verdient.

Allerdings, warum kommt er dann mit seiner alten Jeans daher? Warum übermittelt er ausser klinisch perfekten und reinem Sound kein Herzblut, das der Blues braucht. Warum spielt er abgeklärt die Nummern "runter" wie auf einer CD? Warum kein Feeling, ohne dem der Blues nicht existieren kann. Obwohl in den unplugged Nummern habe ich es doch gespürt.

Leider gibt mir Eric Clapton keine Antwort auf die Fragen. Na ja, soll so ok sein.

Eric Clapton ist der Senator des Blues in Europa. Diesen Platz hat er verdient in den Geschichtsbüchern. Ich werde weiterhin seine CDs, DVDs mit Freude kaufen.

Jedoch den Blues höre ich mir mit Herz, Schmutz und Schmerz auf einem Konzert woanders an. In München gibt es da genügend Möglichkeiten dies zu erleben. Mit hervorragenden Bands Eigentlich mehr, als in New Orleans und Memphis und dazwischen. Ich weiß da, wovon ich schreibe. 

Und ich freue mich auf das nächste CROSSROAD Festival in USA. Und natürlich auf Eric Clapton, der so viele Fragen offen lassen kann.

Lieben Gruß an alle Fans von Eric Clapton.


Review und Foto von Perkins

Ich bin zweigeteilt bei der Beurteilung des Konzertes. Auf der einen Seite stimme ich zu, dass das Publikum wirklich mies war - vielleicht lag's am Regenwetter? Auf der anderen Seite war Eric aber auch nicht besser drauf. Ist das seine "neue" Art, die er seit einigen Jahren hat? Keine Worte außer "thank you"? Der, der wohl am besten drauf war, war wohl Chris Stainton mit seinem genailen Solo bei Little Queen.
Habe mich nach dem Konzert mit einigen "Fans" unterhalten welche eigentlich nur positiv über das Konzert sprachen.

Keine Frage, von der musikalischen Seite war das Konzert einfach nur genial - ein besseren Hoochie Coochie Man habe ich schon lange nicht mehr gehört. EC schafft es halt noch immer das Publikum zu begeistern (oder zumindestens mich....).


Review von Witten

Also, auch wenn mich jetzt hier wohl einige ihrem Helden willenlos ergebene Hardcore-Fans hassen werden, ich fand das gestern in München schlicht eine FRECHHEIT!

Zu erst mal die Vorband: Hätte ich nicht zufällig im Radio gehört, dass hier der Sohn von Dylan klampft und näselt, hätte ich davon keine Ahnung gehabt. Angekündigt war das ja weder auf Plakaten noch im Internet. Tja, und was der da so von sich gegeben hat...nicht wirklich schlecht...aber sein wir doch mal ehrlich: Hätte er OHNE diesen Namen irgendwo auf nem Dorffestival gespielt, dann wäre er ja vielleicht ganz gut rüber gekommen...aber ein großer Namen reicht halt einfach nicht, wenn man bei so einem Event wie in München spielt.

Zu EC: Also, der Sound war wirklich gut, dafür die Idee mit der Bestuhlung wirklich doof. NUR - dafür kann das Publikum nichts. Und sooo schlecht ist das Münchner Publikum nun auch nicht, ich bin Wahlmünchner und hab da schon Schlimmeres erlebt. Klar, da war schon auch ein bisschen Bussi-Bussi-Gesellschaft dort, die nur auf die "greatest hits" gewartet haben...aber dafür auch viele wirklich interessierte Musikfans!
Und, wenn der bayrische Rundfunk (als Präsentator) schon das Konzert als eine Art "Best of"-Event darstellt, dann darf man sich auch nicht wundern, dass so mancher mit der Setlist nichts anfangen konnte!
Um es klar zu stellen: Ich bin nicht zum dem Konzert geangen und habe einen Hit nach dem anderen erwartet...aber ich finde es auch nicht ganz richtig, dass E.C. offensichtlich nur die Sachen gespielt hat, auf die ER Lust hatte. Natürlich war alles was er und seine Musiker geliefert haben musikalisch brilliant - außer Zweifel. Aber das hätte wohl eher in einen Bluesclub für Kennerpublikum gehört. Wenn E.C. schon Massen bedienen will, dann muss er das auch mit aller Konsequenz tun!
Und dazu gehört auch, dass man mit dem Publikum kommuniziert! Genau das ist gestern überhaupt nicht geschehen....geschweige denn, dass es eine Bandvorstellung gab!
Ich glaube E.C. hatte von der ersten Minute an keine Lust auf dieses Konzert..warum auch immer! Und dass er sich dann noch so unveschämt verabschiedet hat, das war echt bodenlos!!
Ich kenn Leute, die haben für dieses Konzert wirklich sparen müssen und werden dann so behandelt. Unglaublich!!

So, liebe Clapton-Fangemeinde, jetzt zerreist mich Unwürdigen, der es gewagt hat, auch einmal ein bisschen am Clapton-Denkmal zu rütteln!!

PS: Und trotzdem: Ich bleibe Fan, wenn auch ein verärgerter!

Review und Fotos von Karsten

hallo leute.
 
lange hatte ich mich auf das ec konzert in münchen gefreut, obwohl ich ihn schon einige male hören konnte. nun also endlich wieder. seit frühester jugend brennt meine leidenschaft für seine musik.
 
und dann der schock-bestuhlung bei einem rockkonzert? versteh schon. so kann der veranstalter die karten teurer verkaufen. ist sehr unfair den fans und dem künstler gegenüber. ich hoffe sehr, ich muß das nicht nochmal erleben.
 
ec hat wirklich toll gespielt, sich auch ab und zu etwas zurück genommen und doyle kommen lassen. er ist wirklich ein prächtiger ziehsohn des meisters. tolle songs, klasse gespielt, aber leider etwas unterkühlt rübergebracht.
 
aber,wie sollte der funke auch überspringen? die ordner sorgten schon dafür,das sich niemand zu nah an die bühne wagte. eine frechheit. man kann nur hoffen, man lernt aus diesem konzert.
 
eric jedenfall hat mich sehr beeindruckt. er hätte aber auch um sein publikum kämpfen sollen.
 
allen weiter viel spaß bei seiner musik.

servus, karsten





Review und Foto von Tarek

Ich hab nun also in München EC das siebente mal gesehen. Der Abend war aus musikalischer Sicht ok. Aber ich als "alter" Eric Fan muss sagen dass seine Auftritte stimmungsmäßig stark variieren. Da gibt es die besonders motivierten Auftritte (z.B.: Guitar Festival, Hyde Park etc. mit Gastmusikern) und die Autopilotkonzerte wie ich sie nenne. Er spielt in seiner gewohnten Art und Weise auf hohem Blues Niveau sein Programm herunter. Verhindert weitgehenden Kontakt mit dem Publikum und wie es mir scheint auch mit der Band (hat fast das ganze Konzert bis auf ein paar wenige Doyle Ausnahmen) mit keinem geredet. Und wundert sich das bei sitzendem Publikum keine Stimmung aufkommt. Ja wie auch - oder geht er davon aus das der Altersdurchschnitt schon jenseits der 50 liegt. Also ich muss sagen Eric soll sich an dem eigenommenen Geld freuen (braucht es ja laut seiner Biographie um den Kredit für seine Jacht abbezahlen zu können) und soll sich ein Beispiel als Profi an anderen Musikern mit Manieren nehmen. Ich glaube das es auch in England Sitte ist sich zu Begrüßen und zu verabschieden.
Ich muss als Resümee wieder einmal feststellen dass bei EC Musik und Person stark zu trennen sind. Er ist und bleibt überheblich und arrogant und ist für mich noch immer "god of the white blues guitar".



Review von Familie Fuchs

Ich war gestern mit meiner Mutter auf dem Clapton-Konzert in München.

Und weißt du was. Eric Clapton war nie besser.

Du kannst mir glauben, ich kenne Eric.

Ich verstehe die Leute nicht die gestern auf so einem grandiosen Konzert waren und

so eine Scheiße hier in die Foren reinschreiben. Ich habe Eric noch nie besser und mit mehr Lust spielen sehen als

gestern in München. Er war so emotional, wie fast noch nie. Bei Wonderful Tonight und Running on faith hatte er Tränen (wirklich!!!!) in den Augen. Im Akustikset hatte er noch nie so viele und so lange Solos  auf der Akustik gespielt.

Das Driftin-Solo ging ganze 3 Minuten und wenn Eric Clapton dabei fast 20 Sekunden ein einziges Bending spielt wie er es getan hat, dann weiß spätestens jetzt der ClaptonFan-und Kenner, dass er an der Spitze seiner Emotionen und seines Könnens ist.

Warum vergleichen die Leute Hyde Park mit München. Hyde Park war ein Hard Rock Calling FESTIVAL ohne Bestuhlung. München war komplett bestuhlt und kein Festival. Die Leute wollten einfach nur dieses geniale Konzert

genießen haben nach vielen Solos von Eric gejubelt und geklatscht und sich dann wieder bis zum Ende vom Song hingesetzt und einfach nur diesen genialen Eric ( Er war wirklich noch nie besser wie gestern) zugehört und zugesehen. Anscheinend interessieren sich manche Leute für die anderen Leute im Publikum mehr als für Eric.

Und warum dieses blöde Missverständniss von wegen Handbewegung zum Publikum zum Schluss. Ich hab diese Szene aufgenommen und es war so. Er nahm seine Gitarre ab und ging LACHEND !!! zu Willie Weeks um mit einer gedrehten Handbewegund einen Scherz zu machen ( zu einem Fehler, den er in der allerletzten Note gemacht hat). Sie haben sich dann umarmt und sind beide von der Bühne gegangen ohne das Publikum anzusehen. und jetzt mal ganz ehrlich, ist das ungewohnt oder neu, NEIN !!! Das ist Eric eben. Ich weiß nicht warum manche diese Handbewegund hier im Forum falsch verstanden haben.  Meine Mutter hatte Tränen in den Augen, so gut und emotional fand sie Eric gestern. Und ehrlich gesagt ich war als Gitarrist auch nah an den Tränen. Ich habe alle Live DVD's und  dies war mein 4. Clapton-Konzert und glaub mir, auch wenn ich mich wiederhole. Eric Clapton war noch nie besser vom Gesang und vom Gitarrenspiel als gestern in München. Er hat bei jedem Song mit Doyle und Willie gelacht und er hat insgesamt mindestens 5 Minuten mehr Solos gespielt als bei anderen Konzerten.

Und die Leute waren auch begeistert. Es sind halt immer die wenigen (wirklich wenigen!) Leute die man eigentlich nicht beachten sollte, die enttaüscht sind und dann den Drang haben ihre Enttäuschung hier in den Foren kundgeben zu müssen, obwohl sie überhaupt keine Ahnung von Eric haben und dies nicht der Realität entspricht. Es gab 10 Minuten Regen in der Pause und 2 Minuten bevor Eric die Bühne betrat, hat er für den Rest der Nacht aufgehört. Wenn das kein Zeichen war, weiß ich auch nicht.

Es wurde sogar im Forum gesagt, das Eric noch viel besser war als im Hyde Park, und trotzdem schlechtes Konzert ??? häh !!??!

Ich denke du kennst Eric und vertraust meiner Meinung. Bei Eric zählt die Musik ( und die war wirklich nie besser) und nicht die Art wie er von der Bühne geht !

Du musst diesen Comment nicht ins Forum stellen, ich wollte nur, dass du die RICHTIGE Auffassung von diesem Konzert erhältst.

Review und Fotos von Willi
Liebe Münchner!
 
Es ist immer befremdend, wenn man zu einem EC Konzert kommt und sitzen muß.
Seit 1980 besuche ich Konzerte von EC, habe ihn persönlich getroffen, und weiß, dass er ein Vollblutmusiker ist. Ich bin der Meinung, das Münchner Schiki Miki Puplikum kauft sich Karten, setzt sich in die Ersten Reihen und will was geboten bekommen, ohne irgend etwas zurückzugeben!
 
Die Band und EC waren an diesem Abend grandios bis genial. Die Münchner aber sitzen und schauen, es kann auch sein das sie zuhören, aber keiner geht aus sich heraus. Ich bin in Reihe 17 GESESSEN. Ein paar Mal wollte ich mitsingen, aufstehen, meiner Freude über das super Konzert Ausdruck verleihen. Sofort haben mich meine Sitznachbarn beschimpft. Dann versuchte ich aufzustehen und im Gang das Konzert stehend genießen. Natürlich kommt ein Schrank von einem Saalwart auf mich zu und verjagt mich.
 
Bitte Eric spiele Deine Konzerte wieder auch in Österreich, denn dort hat das Publikum Musikverständnis und liebt Dich.
 
Bis Bald
Willi aus St. Stefan









Review von Jürgen

Ich war auch am Sonntag den 17.08.08 beim EC Konzert und kann nur sagen, die Musik war fantastisch, alle Künstler der Band lieferten eine hoch professionelle Leistung ab. Besonders begeistert war ich von Doyle Bramhall II, er und EC hatten sich total ergänzt und waren absolut eingespielt. Einfach Weltspitze was die beiden mit ihren Gitarrenspieler zelebrierten. Also ich kann die gestrige laue Stimmung auch nur schlecht verstehen, obwohl ich das Konzert halb nass im T-Shirt miterleben durfte, hat es meine gute Stimmung nicht getrübt. Im Gegenteil, endlich kurz vor Schluss standen alle auf und dann gab es für mich wenigstens die Möglichkeit einmal ein paar Takte im Rhythmus mit zu klatschen und zu tanzen. Ich habe jeden Song in vollen Zügen genossen.
Ich denke es war einfach das falsche Publikum, oder sind die meisten der Zuhörer mit falschen Erwartungen gekommen? Mir kam es auch zum Teil so vor als ob die "Bussi" Gesellschaft hier in München sich nur selbst inszenieren wollte, in seiner eigenen Arroganz sich präsentieren wollte, um dann am Montag sagen zu können: "ja ich war gestern Abend auch dabei, nett war's." Eine Frechheit dann noch in manchen Beiträgen EC als arrogant hinzustellen. Es lag zum Großteil aber wirklich auch an der Bestuhlung, echte Stimmung kommt nur auf wenn alles steht und der Raum vor der Bühne richtig belagert ist, dann kann der Funke überspringen, aber nicht wenn man sich bequem im Klappstuhl zurücklehnt und den Songs lauscht. Das ist vielleicht was für ein Klassikkonzert aber nichts für ein R&B Highlight. Sicher wäre es vorteilhafter für EC gewesen, wenn er den Draht zum Publikum gesucht hätte um die Stimmung zu verbessern, er als "Alter Hase" weiß schließlich wie sowas geht,an der Musik lag es jedenfalls nicht. Aber gut, er ist ein absoluter Weltstar und er hat das Recht auch mal so zu reagieren. Schließlich haben wir auch mal Tage wo wir schlecht drauf sind, und können dann auch nicht auf Knopfdruck gut gelaunt sein.
Ich bin und bleibe ein EC. Fan und halte ihm die Treue. Ich sag nur jedes Publikum bekommt das Konzert das es verdient hat und an diesem Abend traf es in diesem Fall leider zu.

Review von Manfred L.

Ich habe Ec zweimal in München gesehen. 2006 in der Olympiahalle und 2008 auf dem Königsplatz. Ich war mit einem Freund, mit dem ich vor 40 Jahren in Erfurt die Lehre begann dort. Wir sagten uns gegenseitig, "hättest du mir gesagt, dass wir 2008 in München zum EC - Konzert gehen, ich hätte gesagt du spinnst." Nun zum Vergleich. 2006 spielte im Vorprogramm Robert Gray, ein brillanter junger Musiker, mit Band. Der hat dem Publikum eingeheizt, dass der Funke dann, als EC mit Band auf die Bühne kam, schnell übersprang. Bei den Zugaben am Schluß hatte ich Angst die Olympiahalle könnte einstürzen, so tobte das Publikum. Grandios gespielt Cross Roads mit vier gleichwertigen Gitaristen. Nun zu 2008. Die Vorband um Jakob Dylan war musikalisch eigentlich nicht schlecht, nur hatte ich den Eindruck, als Vorband für EC nicht wirklich gut gewählt. Sie war nicht in der Lage, dass Publikum anzuheizen. Schade. EC und Band waren musikalisch Spitze. Der Regen hat uns nicht wirklich gestört. Aber so richtig zum Kochen kam das Publikum auf dem Königsplatz nicht. Kein Wunder, wenn man die Ausmaße dieses Platzes bedenkt. Wir saßen in Reihe A 11, da hatte man noch einen guten Blick auf die Bühne. Ich möchte wirklich mal wissen, was die Leute in den letzten Reihen noch mitbekommen haben? Außer Musik sicher wenig. Und trotzdem war es ein sehr gutes Konzert. Clapton ist nun kein Musiker, der eine großartige Show hinlegt. Er konzentriert sich auf die Musik und ein meisterhaftes Spiel. Wer die DVD von den Cross Roads Festival 2004 und 2007 gesehen hat, oder wem es vergönnt war, sie life zu sehen, wird gemerkt haben, dass Clapton auch hier wenig Wert auf eine große Show legt. Allen Kritikern des 2008 Konzerts kann ich nur raten die Biographie von EC zu lesen. Vielleicht verstehen sie dann EC 2008 in München besser. Und sollte er wieder nach München kommen, bin ich wieder dort, trotzt einer Anreise mit dem ICE von drei Stunden.
 
ML aus Thüringen.