Wiesbaden (D)
am 19.08.2008 am Kurhaus / Bowling Green

Auf dem Bowling Green in Wiesbaden überrascht EC mit zwei "neuen" Songs in der Setlist.

DIE SETLIST

(Änderungen zum vorigen Konzert sind fett markiert)

1. Tell The Truth
2. Key To The Highway
3. Hoochie Coochie Man
4. Here But I'm Gone
5. Outside Woman Blues
6. Little Wing
7. Why Does Love Got To Be So Sad
8. Driftin'
9. Nobody Knows You ...
10. Motherless Child
11. Travellin' Riverside Blues
12. Running On Faith
13. Got To Get Better in A Little While
14. Little Queen of Spades
15. Before You Accuse Me
16. Wonderful Tonight
17. Layla
18. Cocaine

Zugabe:
19. Crossroads


EC in Wiesbaden.
Foto: Sally

KNIPS & SCHREIB!
Schickt Euren Bericht / Eure Fotos an den Webmaster!


LINKS
Diskussionen im FORUM
Videos bei Youtube

Presseartikel (Auswahl)
Reviews bei Whereseric
Reviews bei EC Online


BERICHTE & FOTOS

Review von Jonas

Ich hab Eric jetzt 4 oder 5 Mal live erlebt, aber heute hat er mal wieder ALLEN gezeigt, was in der heutigen Zeit noch wirklich Musik ist!!! Ich bin ziemlich sprachlos...
So gut gelaunt habe ich ihn noch nie gesehen. Und der Sound war auch einsame Spitze (Block B4, 1. Reihe). Er ist so gut wie bei jedem Song mit einem Solo zu Höchstform aufgelaufen. Hilights waren für mich zwar viele dabei, aber Hoochie Coochie Man war das erste davon. Little Wing war auch sehr schön nur meiner Meinung nach leider viel zu kurz. Danach kam Got To Get Better mit einem atemberaubendem Zusammenspiel von Doyle und Eric.
Die Entwicklung von Doyle ist auch sehr interessant mit anzusehen. War er doch am Anfang seines Zusammenspiels mit Clapton noch ziemlich grau, so hat er sich mittlerweile zu einer wundervollen Ergänzung gemacht,und hat heute endlich mal gezeigt, was er kann!
Running On Faith und Little Queen muss ich auch hervorheben. Wirklich ganz tolle Versionen die für mich alles fast sureal erschienen ließen. Und auch das "altbackene" Cocaine war mal wieder wundervoll interpretiert!
Im großen und ganzen fehlen mir aber eigentlich immer noch die Worte und wie gesagt, sie würden eh nicht gerecht. Stimmung war toll und das "Spießbadener" Publikum hat meinen Befürchtungen zum Glück nicht entsprochen.
Fazit: Eric hats mal wieder allen gezeigt!

Fotoserie von Wolfgang

Review von Hansa_export

Am morgen sollte es pünktlich um 10 Uhr losgehen. Mein Auto, welches offenbar in einen Streik getreten war, ist somit dem Autoverwerter lediglich einen großen Schritt nähergekommen! Somit ging es los mit Omas Polo in Richtung Wiesbaden. Natürlich wurde in der ganzen Hektik die sorgfältig gepackte Kühltasche mit Speisen und Getränken auf dem heimische Küchentisch vergessen. Naja, 2 „Bifi Roll“ und eine Doppelpackung Carazza für 7,95 € von der Autobahn-Tanke tun es auch!

Einigermaßen gut durchgekommen, wurde das Auto in dem anliegenden Parkhaus deponiert. Nach einem ausgiebigen Marsch um den abgesperrten Kurpark, traf ich schließlich auf die Fan-Meute. An einem Bierstand – der offenbar keinen Gewinn machen wollte und noch keinen Ausschank anbot – traf ich auf viele „alte“ und einige neue Bekannte. Nach einer Stärkung mit „Penna Cotta“ und einer (sehr) kleinen Flasche Orangenlimonade in einem modernen McDonalds, machten wir uns auf dem Weg in den abgesperrten Kurpark.

Dort angetroffen wurde zunächst einmal ein Programmheft ergattert. Nach dem Durchlass durch die nächste Schleuse, waren wir bei den Sitzplätzen angekommen. Nach einigen Unterhaltungen und ein Bier später, schlich Jakob (wie er sich schlicht vorstellte), gegen halb acht auf die Bühne. Dass da noch nicht alle sitzen, bzw. sich innerhalb des Kurparks befanden hätte dem Veranstalter klar sein müssen. Aber spätestens während des ersten Songs hätten die meisten, die sich zumindest innerhalb des Kurparks schon befanden merken müssen, dass jemand live spielt. Musikalisch hat mich Dylan nun nicht vom Hocker gehauen, und war teilweise auch etwas „seicht“. Zwei fetzige Songs waren dabei, aber als Vorgruppe – Naja, ist halt Geschmacksache. Dennoch hätten sich die meisten die Mühe geben können – aus Respekt vor dem Künstler – sich innerhalb dieser ¾ Stunde ihren Platz zu suchen.

Die nächste Chance den Platz zu suchen, war während der halbstündigen Umbauphase. Aber selbst als Clapton die Bühne betrat, gab es noch Leute, die noch nicht ihren Platz hatten. Dieser wurde während der ersten beiden Songs von Clapton von vielen immer noch gesucht; insgesamt war dieses Rumgewusel sehr störend – Das kann’s nicht sein.

Als die meisten geplatzt sind, kam wieder etwas Ruhe rein. Außer wenn unruhige Geister nicht mal 2 Stunden still sitzen können. Eine Frau musste bei uns in der Reihe 3mal hin und her wuseln – Dann soll sie gleich am Bier- und/oder Wurststand verweilen und von dort aus das Konzert (nebenbei) verfolgen.

Auf Grund des etwas größeren Vordermanns, sah ich die meiste Zeit Willie Weeks und Chris Stainton nicht, aber dafür gab es ja die Monitore! ;) Die Kommunikation Claptons war – wie immer – kurz & knapp und völlig ausreichend. Die Athmossphäre empfand ich als normal, mir geht’s um die Musik und hat gestimmt. Die gesamte Band war einfach nur genial und Claptons Solis waren meist fesselnd und vom Timing her absolut top. Und neuerdings zeigt uns Clapton auch die Zähne bei den Soli! ;) Mein persönliches Highlight war „Here, But I’m Gone“, wie dort Claptons Stimme mit denen der Backgroundsängerinnen verschmolz! Der Tiefpunkt war für mich „Wonderful Tonight“, liegt evtl. auch daran dass ich es nicht mehr hören kann! ;) Aber viele Paare legten bei dem Song die Köpfe aneinander und Wunderkerzen und LED-Lichter wurden gezückt. Die Lichtshow war meistens schön gemacht, was mir manchmal nicht gefiel waren die Animationen die auf den hinteren geteilten großen „Bildschirmen“ abliefen, die passten teils einfach nicht zu den Songs. Technisch gab’s einmal die bereits angesprochenen Aussetzer von Doyle und das „Resetten“ der Lichtanlage. Vielleicht ist deswegen – der von Sally und Layla eingeschobene Wunsch – „Little Wing“ etwas kurz geraten! ;) Für die letzten 3 Songs stürmten die ersten nach vorne und die Masse erhob sich von den doch etwas unbequemen Stühlen. Wollte erst sitzenbleiben, hatte mich aber dann doch bis nach vorne durchgekämpft! Nicht weit entfernt vom Meister konnte man die letzten Soli genießen. Nach der dreifachen Verbeugung und einem Lach-Anfall von Clapton war es auch schon wieder vorbei! Auch wenn Clapton das bestuhlte Konzerterlebnis nicht gefiel, mein Rücken hat’s gefreut! ;)

Insgesamt das bisher beste Konzert für mich und ein unvergessliches Erlebnis.
Noch kurz zum Wetter, aus den 100% Regen-Wahrscheinlichkeit wurden 0%! ;)

Nach dem Konzert machte ich mich sofort auf dem Heimweg. Waren ja nur 5 Stunden! ;) Nach einem kurzen Umweg (40 km), auf Grund eines „Verfahrens-Fehlers“ und einer plötzlich abgesperrten Bundesstraße kam ich um 4:30 Uhr wieder im Friesenlande an.

mfg hansa :)

Review von Frank P.

Wir waren nun zum 4. Mal bei EC, aber Wiesbaden hat uns insgesamt enttäuscht! Der Sound war spitzenklasse, EC war gut drauf und die Songauswahl war auch klasse, aber
- die Konzertfläche war unter aller Kanone, da man auf den Stehplätzen meilenweit weg war von der Bühne. Da hätte man doch die Brunnen überbauen können.
- Doyle bringt's leider nicht so, wie das sein sollte. Derek Trucks war da bei der letzten Tour um Klassen besser und wäre wieder - gerade bei der Songauswahl - eine Bereicherung gewesen.
- Trotz aller Ankündigungen des Konzertbeginns 20.00 Uhr war die Vorgruppe
schon fest am Spielen, als wir um 19:30 zum Kurhaus kamen. Das ist doch unprofessionell.
Also, alles in allem ein wenig enttäuschend!

Review von Mona

Mein kurzer Bericht zum gestrigen Abend:
- Schade dass ich nicht mitbekommen habe, dass Jakob ´Dylon als Vorband auftrat, ich wäre sicher früher gekommen. Das sollte auf den Konzertkaten stehen.
- Die Kulisse "Bowling Green" war super, die Bühne originell beleuchtet- ein Lob an den Künstler, der diese Licht- und Effektshow entworfen hat.
- Die Getränkepreise überraschend o.k., Toiletten wirklich gut organissiert.
  
Zum Künstler Clapton:
- musikalisch alles professionell perfekt
- menschlich kam leider nichts rüber
- Das Mindeste wäre eine Begrüssung des Künstlers bzw. eine kurze Ansage des HR1 gewesen....
 
ER KAM, MUSIZIERTE UND GING.........
 
Eine Zugabe war noch drin, die 2. Zugabe war dann das Abräumen der Bühne und der Rausschmiss!

Review von CaPo

Ich möchte jetzt auch nicht allzu viel zu diesem Konzert sagen....ganz einfach deshalb, weil ich noch immer hin und weg bin.
Da geht's mir ähnlich wie Jonas. Dies war mein 5. Clapton-Konzert und ich muss wirklich sagen - es war das bisher beste! Auf Englisch könnte man es mit dem kurzen Satz "it was a blast!" umschreiben. Noch kurz eine Bemerkung zum Publikum: Die Stimmung war wirklich gut und ich fand es schon toll, dass bei Layla wirklich ALLE von ihren Sitzplätzen aufgestanden und ein recht grosser Teil auch bis vor zur Bühne gelaufen ist. Diese Begeisterung hat dann bis zum Ende des Konzerts angehalten und niemand hat sich mehr hingesetzt. Ich hatte den Eindruck, dass Eric davon auch sehr angetan war.

Review und Fotoserie von Layla & Sally

Selbst 4 Tagen nach dem Konzert in Wiesbaden befinden wir uns im claptonmanischen Ausnahmezustand ;-)

Unsere private, kleine EC-Tour 2008 startete in Malahide, Irland. Die Vorfreude war durch die Reviews der US-Tour schon sehr groß…..vor allem bei einer Setlist gefüllt mit so klasse Songs wie „Double Trouble“ und „Little Wing“. Letzteres wurde zur Enttäuschung unserer kleinen EC-Reisegruppe leider durch „Isn ´t It A Pity“ ersetzt. Wir erlebten ein sehr gutes Konzert mit einem kommunikativen, gut gelaunten EC , der sich darüber freute, dass sich nach anfänglichem starken Regen die Sonne vor der romantischen Kulisse noch einmal blicken ließ.

Letzte Woche ging es dann zu der wohl schönsten Freilichtbühne in Deutschland – Waldbühne, Berlin. Selbst der Dauerregen konnte der Stimmung der Fans nichts anhaben. EC and band were on fire ……emotional, kraftvoll, spielfreudig. Unsere Erwartung, dass dieses Wetter EC „beflügelt“ wurde bei den ersten Akkorden von „Isn`t It A Pity“ zerstört. Wir werden wohl auf die nächste Tour warten müssen.

So sind wir am Dienstag nach Wiesbaden mit der üblichen Openairausrüstung gefahren, total entspannt, weder mit irgendwelchen Erwartungen ans Wetter noch an die Rückkehr des "beflügelten" Liedes. Zudem war das Konzert auf der Waldbühne schon ein außerordentlich gutes Konzert, was sollte dies noch toppen?

Wir sollten eines Besseren belehrt werden. EC ist - wie allgemein bekannt - doch immer für Überraschungen gut....

Wir trafen gegen Mittag Doyle in der Nähe des Bowling Green. Er ist ein sehr sympathischer Typ. Natürlich sagten wir ihm, dass wir so enttäuscht sind, dass "Little Wing" in Europa gedropt wurde. Wir baten ihn doch EC zu bitten, es am Abend mit in die Setliste aufzunehmen. Doyle verabschiedet sich etwas später mit den Worten: „This evening you will have a great show, you can be sure, enjoy it, have a great night.

Dann im Konzert die ersten 2 Akkorde nach „Outside Woman Blues“, unfassbar, er spielt es wirklich……..Little Wing ….yeeeeaaaaaahhh….Gänsehaut pur!!!! Gewissheit, dass EC doch nicht ignorant ist und auch auf die Wünsche von Fans eingeht. Doyle lacht und zwinkert uns noch von der Bühne aus zu und amüsiert sich über unsere Reaktionen;)
Später treffen wir ihn wieder, als er sich zu unserem Forumsgrüppchen am Bierstand dazugesellt. Er sagt grinsend: „You must be lucky, isn´t it?“ Wir bedanken uns natürlich überschwenglich bei ihm, hat er es doch geschafft, den Cheffe zu „Little Wing“ zu bewegen. Wir hätten nicht mehr damit gerechnet auf dieser Tour.

Bleibt nur noch zu sagen, dass unsere Stimmung fantastisch war, dass wir alle anderen Songs in vollen Zügen genossen haben. „Here but I´m gone“ im Arrangement u. im gemeinsamen Gesang von EC & Doyle umwerfend. Selbst „Wonderful Tonight“ - trotz des Gefühls, es schon 1000x gehört zu haben -, war durch die exquisite Lightshow sehr bewegend. Was uns geboten wurde, war für uns wie immer ein Highlight nach dem anderen. EC in seinen Soli, bei denen er immer noch eins draufsetzt u. mit seiner Gitarre verschmilzt, in andere Sphären aufbricht. (Brauchen wir eigentlich nicht mehr zu erwähnen, ihr wisst es ja selbst, wie er abgeht;) Dazu noch Doyles Stimme und seine Soli .........wow, wo bitte geht`s zur nächsten Tour??;))
Wir stehen stark zu unserer Schwäche für EC`s Mucke, für uns kommt kein anderer nur annähernd daran. Es rentiert sich auch nicht mit uns darüber zu diskutieren ;-)

Thank you Eric & thank you Doyle……what a fantastic show!!!!!











Review von Stefan

Es war wirklich ein fantastisches Konzert in Wiesbaden.

Zuerst einmal hielt das Wetter, nachdem es am Tag die meiste Zeit geregnet hatte.

Dann lieferten Jacob Dylan und Band ein wirklich gelungenes und musikalisch abwechslungsreiches Set irgendwo zwischen Folk, Rock, Country, Blues und Pop ab. Es gab einige schöne Songs, Sounds und Arrangements zu hören. Sie holten sich zu recht auch anständigen Applaus der noch hineinströmenden Massen ab. Aber auch wenn er bei der Bandvorstellung nur seinen Vornamen nennt - der Herr Papa ist schon irgendwie gegenwärtig...

Clapton und Band kamen dann eher zufällig auf die Bühne, als im Moment noch keiner damit rechnete. Aber schon nach wenigen Takten war klar, dass es an diesem Abend musikalisch richtig nach vorne gehen sollte. Die Band wirkte druckvoll und entschlossen und schon nach dem ersten Solo von Clapton war klar, dass er gut drauf war.

Das Konzert dauerte gut zwei Stunden und hatte einen sehr dichten Spannungsbogen, so dass ich einzelne Songs weniger als High- (oder Low-) lights sondern mehr als Teil eines Ganzen empfunden habe. Ich will deshalb hier wenig herausheben sondern einfach mal das Prädikat "grandios" verteilen. Ich hatte es mir im Vorfeld alles vielleicht etwas glatter, kommerzieller vorgestellt und war sehr angenehm überrascht.

Claptons Ton und Expressivität ist live einfach faszinierend.
Ein Highlight war auch das Zusammenspiel der beiden Gitarristen in manchen Soli. Die Band setzte eine Menge toller Grooves und Sounds darunter. Ich find auch, dass die Background-Sängerinnen einige sehr schöne Akzente gesetzt haben.

Die Lösung den zweiten Gitarristen nicht nur solistisch sondern auch als Sänger stärker in den Vordergrund zu rücken ist voll o.k. Der macht seine Sache gut und Clapton bekommt ein paar Atempausen - er ist ja halt auch keine zwanzig mehr.
Der Doyle Bramhall II spielt als Linkshänder übrigens eine umgedrehte Rechtshändergitarre - mit entsprechend verkehrter Saitenanordnung.

Auf der Negativseite gibt es nur ein paar Kleinigkeiten. Ich fand, der Chris Stainton hat am Anfang zu klischeehaft Boogie-Piano gespielt, diesen Eindruck dann aber später mit ein paar grandiosen Soli weggewischt. Außerdem hätten Bass und Schlagzeug auch etwas solistisch in Erscheinung treten können.
Und ja - Wonderful tonight - hab ich noch nie besonders gemocht, es war aber gut zu ertragen, was nicht zuletzt an dem fantastischen Lichtdesign bei diesem Stück lag.

Wie überhaupt, Bühnendesign und Licht waren klasse, die Location auch und die Veranstaltungsorganisation lief nach allem was ich mitbekommen habe, gut.

Review von Thomas

Mein mindestens 10. EC-Konzert und mit Abstand das Beste! Obwohl sitzen gar nicht geht und hinten stehen bei den Preisen eine Frechheit ist! Aber der Sound, die Soli und diese Setlist haben alles geschlagen, was je da war! Die Befürchtungen nach den Berichten aus München waren groß, aber es gibt halt doch noch Gerechtigkeit (anders als beim Fussball ;-)... Das Schicki-Micki "Tears in Heaven" Publikum hat bekommen was es verdient hat (sorry für die wenigen echten Fans, die da waren) und wir bekamen "Little Wing" und "Got to get back..."! Der Sound war überirdisch (ich gehe auf ca. 40 Gigs pro Jahr, das hier war das Beste, was ich je gehört habe, und dann noch draussen!): Transparent, deutlich getrennte Instrumente und Gesang, gute Lautstärke und alles in Hifi-Qualität. Als Gitarrist weiss man sowas natürlich zu würdigen... Dann Doyle Bramhall, der mit dem "weniger ist mehr"-Prinzip so viel mehr Musikalität reingebracht hat als das ewige Pentatonik - Geschrammel. Der Meister musste sich schon arg strecken, aber wurde dann doch noch zu einigen Höhenflügen inspiriert. Die Band war perfekt eingespielt, ein Bass-Solo hätte nicht geschadet. Und "Wonderful Tonight" wurde vielleicht etwas zu schnell eingezählt? Und ob das verstärkte Kicken der Bass-drum bei "Layla" wirklich sein muss? Egal... Die Band und ihr Meister waren gut drauf, das Publikum auch und so wurde es halt ein traumhafter Abend. Weitere Höhepunkte waren "Little queen" sowie "Here but I'm gone". Es wurde höchste Zeit, dass es mal wieder eine Tour back to the roots gibt unter weitestgehendem Verzicht auf die crowdpleasers.   

Review von Jürgen2

Nachdem wir um halb zwei vom Wiesbadener Konzert zurückgekommen sind und ich hier schon ne Weile mitlese nehme ich das Erlebnis von gestern zum Anlass mich denn auch mal zu registrieren.

Gestern Abend war mein zweites Mal nach 2004 in Frankfurt, und ich habe so ziemlich alles an DVD's wo Mr. Clapton mitspielt. Meine Vorredner haben ja schon völlig richtig beschrieben: es war ein geniales Konzert, bin immer noch völlig im Bann. Wir hatten auch einen sehr guten Platz, A2, Reihe 6, 5 Meter vom Mittelgang. Bühne sehr gut zu sehen, dennoch weit genug seitlich verschoben um die Leinwand mitzubekommen (zB bei Pianosolo hat man da mehr mitbekommen) und v.a. war der Sound da schon annehmbar (direkt vor der Bühen ist ja meist ein "Loch").

Es war mein erstes bestuhltes Open Air; zunächst war ich skeptisch, aber ich muss sagen, es hat was. Man kann vorher ohne Stress umherschlendern, kein Gedränge, sitzt einigermassen bequem und kann einfach die Musik geniessen.
Etwas gelernt: Man kann auch Open Airs bestuhlt sehr gut geniessen ohne im Gedränge rumzuhüpfen. Dass ich das jetzt so sehe liegt vielleicht auch daran daß ich älter werde, aber gut...

Zur Setlist: Little Wing war für mich völlig überraschend nach allem was ich vorher hier so gelesen hatte. Leider wirklich zu kurz wie hier schon jemand geschrieben hatte. Ausserdem fing hier an die Lichtanlage zu zicken, es gab blendendes Dauerfeuer von den weissen Deckenspots, die bunte Befeuerung war auf Standlicht geschaltet. Gegen Ende von Little Wing wurde dann die Bühnenanlage bis auf die Verfolgerspots komplett abgeschlatet und offensichtlich rebootet, alle beweglichen Scheinwerfer sind auf Nullstellung zurückgegangen und offensichtlich von Grund auf neu gestartet. Beim nächsten Titel war dann die Lightshow nach 20-30 Takten incl. Hintergrund"leinwand" wieder im Rennen. Die Band hat das völlig professionell überspielt, es war kein Stirnrunzeln oder Genervtsein zu bemerken, sehr gut!
Beim Little Wing Intro hatte ich Gänsehaut!

Dann hatte Doyle ebenfalls mit technischen Problemen zu kämpfen, beginnend im sitzenden Akkustikteil (den er mit seiner Strat gespielt hat). Er hatte wohl Probleme sich zu hören, es gab öfter Knackser (auch über die PA zu hören), Blicke und Gesten zum Roadie. Im nächsten Lied ist er anfangs ausgestiegen, seine Seite wurde dvom Licht her dunkel gehalten, Roadie und er haben an den beiden Marschalls gearbeitet, ich vermute mal von Stereo auf Mono und einen ausgestöpselt, hat man nicht genau gesehen. Danach gabs nen längeres Solo von ihm, immer noch mit deutlichen Knacksern, und er ist rumgewandert um offensichtlich einen Platz zu finden wo er sich besser hört. Das tat aber alles seinen spielerischen Darbietungen keinen Abbruch, da bot er die gewohnte Qualität.

Die Stimmung auf der Bühne war hervorragend; grinsende Gesichter, gegenseitiges sich erfreuen an Solos der anderen Musiker; Eric und Doyle haben sich super ergänzt, deutlich besser als 2004.
Abe Laboriel hat sich einen abgerackert, spielt mit wesentlich mehr Punch als der eher filigrane Steve Gadd (den ich ebenfalls sehr mag), und zusammen mit Willie Weaks (der weniger virtuos als Nathan East agierte, dafür m.E. groovender, fundamentaler ?? spielte) passt dieser rauhere, erdigere Spielstil der Rhythmussektion besser zur aktuellen Setlist finde ich.

Chris Stainton bekam wesentlich mehr Freiraum als zu früheren Zeiten, er ist zwar nicht mein Favorite Player, aber gestern hat er mir gut gefallen.

Das Publikum ist auch allgemein sehr gut mitgegangen, es gab Szenenapplaus bei Soli, was auch auf der Bühne mit Grinsen und Freuen quittiert wurde.
Interaktion Band-Publikum hat funktioniert! Hatte auch das gefühl es war weniger eine Eric Clapton plus ein paar Mitspieler als vielmehr eine Eric-Clapton-Band. Vom Groove und Power her stelle ich mir so ungefähr die legendäre Dominos-Band aus den 70ern vor.

Alles in allem also ein sehr gelungenes Konzerterlebnis, dazu noch trocken geblieben...was will man mehr!

Review von Matthias S.

Hallo liebe Rock/Blues Fangemeinde,
 
gestern ist er uns erschienen. "The God", in wirklich allerbester Spiellaune.
 
Es war unsere vierte Begegnung mit dem Allerheiligsten, aber was für eine! Mit einer Spiellaune, die ich bei ihm weder in den bisher besuchten Konzerten noch auf allen DVD-Live-Mitschnitten gehört/gesehen habe, faszinierte er seine Jünger (Fans) und die, die nach diesem grandiosen Auftritt sicherlich neu hinzu gekommen sind.
 
Klar, E.C. war noch nie für seine Kommunikation mit seinem Publikum bekannt. Muss er ja auch nicht; er bringt´s halt musikalisch rüber. Und das, wie sicherlich kein zweiter Gitarrist auf Erden. Die, die ihn kennen, haben´s gestern auch alle verstanden.
 
Musik von einem anderen Stern; zelebriert von einem Ensemble, dass in dieser Form seines gleichen sucht. Die Setliste barg einige Überraschungen (z.B. "Got to be better in a little while" oder "Why does love got to be so bad"); schlicht grandios "Hoochie Coochie Man" und das ebenso atemberaubendem "Here but I´m gone". Und auf die Klänge der Hymne "Layla" gab´s dann auch kein Halten mehr: das doch eher als etwas steif geltende Wiesbadener Publikum hob´s von den Sitzen und man zelebrierte den Rest der Show stehend vor der Bühne.
 
An dieser Stelle ein dickes, dickes Dankeschön an die Verantwortlichen der Stadt Wiesbaden, die diesen Auftritt vor dieser herrlichen und dem Meister würdigen Kulisse ermöglicht haben!  
 
Bitte, bitte weiter solche events mit wirklichen Weltstars, wobei es von der Sorte eines Eric Clapton nicht viele gibt.
 
Ein immer noch "hin und weg" begeisterter
 
Matthias S. 

Review von Georg

Oh was bin ich noch begeistert, hab 2 stunden Autofahrt gerne auf mich genommen um jetzt noch eine Gänsehaut zu haben ... kann eigentlich nur sagen "wonderfull tonight", hoffe dass Eric bald wieder kommt, kann es kaum erwarten.

Review von Nik

Gestern Abend war mein erstes Clapton-Konzert, und ich bin total begeistert :)
Ich (16) war wahrscheinlich 30 Jahre zu jung für das Stammpublikum, allerdings hat mich dieser 63-Jährige Mann :D völlig umgehauen...
Grandios! Ich hab zwar einige Ansagen vermisst (Es gab ja nur nach dem 2. Song "Thank you and Good evening" und noch ein paar mal "Thank you!"... (und einige Namen) Eeeetwas mehr hätte es schon sein können), trotzdem wars ein tolles Konzert - EC wirkte gut gelaunt, man hat ihn oft lachen sehen (auf den Screens) und die Soli waren einfach bombastisch... (Bestimmt in jedem Song 1, 2 Minuten!). Die Setlist kannte ich ja größtenteils vorher (Musste leider vorher hier auf der Seite feststellen, dass es kein Tears in heaven, White Room, Sunshine of your Love oder Old Love geben würde, aber ich hatte mich darauf eingestellt und mich auf die andern Stücke gefreut), aber die Highlights waren:

1. Hoochie Cooche Man
2. Here But I'm gone (Perfekt, viel vom Original)
3. Nobody knows you...
4. Motherless Child (Klasse!)
5. Key to the Highway

.. und eben mein Liebling Runnin' on Faith.

Crossroads war cool und Wonderful Tonight war wunderschön (War mir sonst zu kitschig) durch die tolle Lightshow.

Das absolte Highlight für mich war aber die Langversion von LAYLA und der Übergang zu dem total rockigen COCAINE...
Wir saßen in Block B4 (gute Plätze) und irgendwie war nicht so die Stimmung (etwa erst ab Nobody knows you wurde es gut), aber ich und ein paar andere (jüngere) waren bemüht, wenigstens mal mitzuklatschen oder zu pfeifen beim Applaudieren.
Aber als das Layla-Riff dann kam sind alle aufgestanden und vor zur Bühne gerannt, das war einmal... Ab da war richtige Party, perfekt!

Ich hab einige Songs gefilmt, muss ich mal zu YouTube hochladen.

Also eindeutig 10/10 Punkten, war ein klasse Abend :)

Das Konzert an sich war bisher auch das beste, das ich je gesehen habe (Gut, ich hab nicht so den Vergleich :D), aber es war einen Tick besser als Grönemeyer dieses Jahr auf dem Hessentag und besser als Grönemeyer und Genesis 2007, gerade Soundtechnisch (die Commerzbankarena ist gänzlich ungeeignet als Konzertstätte, sorry).

ES GIBT NOCH ZAHLREICHE WEITERE REVIEWS ZU WIESBADEN IM FORUM