2020 < Rückblick - Vorblick > 2021

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trablu
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2020 < Rückblick - Vorblick > 2021

Beitrag von trablu » Do 31. Dez 2020, 13:30

In wenigen Stunden ist 2020 Geschichte. Ein Jahr, das anders war als alle Jahre zuvor.
Anders als 1989 und 2001, die auch in die Geschichte gegangen sind.
Warum also zum Jahresende nicht ein Rückblick und ein Vorblick, die auch anders sind?

Rückblick 2020

Das Jahr begann am ersten Tag melodisch. Mit Abba. ABBA GOLD (40TH ANNIVERSARY COLLECTION).
Und es endete am vorletzten Tag melodisch. Mit Ella Fitzgerald. LIKE SOMEONE IN LOVE.
Dazwischen, zwischen Januar und Dezember habe ich insgesamt 414 CD-Alben gehört.
Und jede CD nur einmal.

Vor 6 Jahren ist mir aufgefallen, dass ich von meinen – damals 1.000 CDs + - stets nur einen Bruchteil höre. 20 – 30 Lieblingsalben plus die Neukäufe (zu deren Gunsten dann alte Alben wieder in der Versenkung verschwanden).
Ich beschloss also, pro Kalenderjahr jedes CD-Album nur einmal hören zu dürfen.
Die Erfahrung war unglaublich. Ich begann, meine Alben intensiver und konzentrierter zu hören. Und ich begann, meine über 24 Jahre aufgebaute CD-Sammlung völlig neu (wieder) zu entdecken.
Dieses „Spiel“ habe ich bis Ende vorvergangenen Jahres gespielt – und durchgehalten.
Jedes Album pro Kalenderjahr nur einmal hören.

Nicht nur mein Hör- sondern auch mein Kaufverhalten veränderte sich.
Durch WYNTON MARSALIS & ERIC CLAPTON PLAY THE BLUES begann ich, meine Liebe zum Jazz, ich zuvor nur nebenbei gehört hatte, wieder zu entdecken. Und manisch Jazz-CDs zu kaufen. Marsalis, Thelonius Monk, Miles Davis, John Coltrane, Kenny Burrell – um nur einige zu nennen.
Die Erweiterung zum klassischen Blues von Muddy Waters, Buddy Guy und Freddie King.
Und zum Folk von Steeleye Span sowie der Chieftains und der Dubliners.
Sowie zu Country und Americana (Johnny Cash und David Bromberg).

Clapton, Dylan und die Stones rückten teilweise bis nahe an die Vergessenheit in den Hintergrund.
Der musikalische Horizont erweiterte sich dagegen enorm.

Seit Anfang vergangenen Jahres will ich meine ganze Sammlung einmal hören. Also jedes CD-Album nur einmal. Egal ob neu oder alt. Wobei ich mir jetzt auch mehrfaches Hören erlaube,
die CD wird dann aber in der Excel-Tabelle, die ich mir angelegt habe, nicht in der Gesamtheit mitgezählt.
Ich habe in zwei Jahren insgesamt 845 CD-Alben gehört. Gefühlt eine Marginalie.

Die beiden Lockdowns und die Kurzarbeit haben bzw. mach(t)en mir nichts aus. Im Gegenteil, mehr Zeit für CDs.
Mit Konzerten scheine ich wohl wirklich durch zu sein. Ich habe keinerlei Bedürfnis irgendjemanden live zu sehen. Nur meine Lieblingsbluesband vom Kiez.
Ich habe den Eindruck, durch wirklich konzentriertes und vor allem vielfältiges Musikhören eine neue Entspannung zu erleben.
Über den einen und den anderen Kommentar hier auf clapton.de kann ich wirklich nur lachen.

Es wird vielfach gesagt, dass die aktuelle Situation jeden Menschen auf seine persönliche Weise beeinflusst. Dem kann ich nur zustimmen.
2020 habe ich ein neues Bewusstsein für Musik erlebt.

Vorblick 2021

Morgen geht es weiter. Mit CD 846.

Ich werde das neue Jahr mit The Band LIVE AT THE ACADEMY OF MUSIC (THE ROCK OF AGES CONCERTS) starten.
Und dann mit der ANTHOLOGY OF AMERICAN FOLK MUSIC weitermachen.
Danach die Carter Family und Woody Guthrie.
Irgendwann dann auch wieder Clapton, Dylan und die Stones. Wobei Dylan am wahrscheinlichsten ist.

12 spannende Monate kommen.

trablu

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