R.I.P Jon Hiseman

Gute Musik aus Blues, Rock und R&B
Stevie
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Re: R.I.P Jon Hiseman

Beitrag von Stevie » Do 2. Mai 2019, 20:47

Am 29.4. habe ich mir JCM in der Harmonie in Bonn angeschaut.

Was soll ich sagen - alle drei sind überragende Musiker. Dave "Clem" Clempson ist ein begnadigter Gitarrist, das war mir natürlich vorher bekannt, das was er an Soli rausgehauen hat war schon klasse. Mit Mark Clarke und Ralph Salmins hat dies Trio eine tolle Performance abgeliefert.
Die gespielten Titel sind überwiegend auch auf dem JCM Heroes Album vertreten. Hier ein Link zu diesem Album:
https://www.youtube.com/playlist?list=O ... e_RUE8G-gY
Das Konzert dauerte ca. 1:45, also im guten Clapton-Rahmen.

Neben mir auf der Tribüne saß eine junge Frau mit Video Kamera und zeichnete das gesamte Konzert, mit zwei weiteren Kameraleuten an der Bühne, auf. Wenn ich das richtig verstanden habe, soll das gesamte Konzert, nach Autorisierung von JCM, auf dem Youtube Kanal wahwah.tv von Thierry Miguet veröffentlicht werden. Dort sind schon recht interessante Videos zu sehen, schaut doch einfach mal rein.

Interessant war auch das T-Shirt was die junge Frau trug, darauf stand: Clempson is God.
Mein Einwand, dass ich Clapton Fan bin, hat sie nicht verunsichert. Eher noch bestärkt in ihrer Meinung und Sie riet mir das Konzert doch genau anzuschauen.
Ich muß zugeben, Dave "Clem" Clempson ist ein wahnsinnig guter Gitarrist, aber God ist weder er noch Eric Clapton.

Liebe Grüße
Stevie

myfatherseye
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Re: R.I.P Jon Hiseman

Beitrag von myfatherseye » Di 7. Mai 2019, 19:17

Spät, aber nicht zu spät:

Am 21.4. waren wir im Theaterhaus Stuttgart zu "In Memory of Jon Hiseman".
Es wurde eine ganz besondere, sehr würdige Veranstaltung und Jon Hiseman hatte sie mehr als verdient.
Der Abend war dreigeteilt.
Zunächst, nach den Begrüßungsworten des Leiters des Theaterhauses Werner Schretzmeier kamen Marcus Hiseman und Ana Gracey, Jons Kinder, auf die Bühne und sagten ein paar Worte zur Begrüßung. Ana Gracey sang eine Eigenkomposition, die nach ihren Worten der Lieblingssong ihres Vaters war. Im Publikum saß Barbara Thompson. Sie ist sehr von ihrer Krankheit gezeichnet. Es gab standing ovations, als sie den Saal betrat.

Den ersten Konzertteil bestritt Ack van Rooyen, Kollege von Hiseman im "Ujure". Den hatte ich noch nie bewusst gehört und war hin und weg!
Mit zur Band gehörten Paul Heller (sax) Peter Tiehuis (g) Jasper Soffers (p, keyb) Ruud Ouwehand (b) Hans Dekker (dr).

Im zweiten Teil war Wolfgang Dauner allein am Flügel – mit Hiseman bei "Ujure" und "etcetera".
Gänsehaut bekam ich, als ein langes Schlagzeugsolo von Jon aus dem Jahr 1998 mit "Ujure" eingespielt wurde, zu dem Dauner improvisierte. Da wurde mir noch mal richtig klar, wie sehr Jon Hiseman in der Musikwelt fehlt.

Im ditten Teil kamen dann JCM auf die Bühne. Ich schrieb schon, dass wir die Band, noch mit Jon, vergangenes Jahr in Karlsruhe erlebt haben. Und auch dieses Mal war die Vorstellung der Hammer! Aber das Schlagzeug war halt nicht dasselbe. Damit will ich nicht sagen, dass Ralph Salmins schlecht ist. Er ist nur anders.
Einmal mehr hat mich Mark Clarke überrascht. Seit er den Gesangspart fast vollständig übernommen hat, wächst er völlig über sich hinaus. Der Mann hat eine Stimme! Sagenhaft!

Die Setlist:
The Kettle
Wierd of Hermiston
Watching Your Every Move
Rivers
4 Day Creep
Yeah Yaeh Yeah
Morning Story
Only 16
Inquisition
-----------------
Theme for an imaginary western

Das Konzert dauerte drei Stunden! Ein einmaliges Erlebnis.

@ Stevie: Natürlich ist Clem Clempson ein genialer Gitarrist! Er ist meiner Meinung nach deutlich unterbewertet. Und das sage ich, WEIL ich Clapton-Fan bin. ;)

Wollen wir hoffen, dass wir JCM noch öfter hören und sehen können. Obwohl ich da Zweifel habe.
Aber Clem haben wir auch schon mit eigener Band erlebt und auch das war gradios.

Grüßle!
myfatherseye
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myfatherseye
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Re: R.I.P Jon Hiseman

Beitrag von myfatherseye » Fr 14. Jun 2019, 19:17

Hier noch ein Radiolink für morgen:
https://www.phonostar.de/radio/colosseu ... 2019-06-15

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