"Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

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hansa_export
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"Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von hansa_export »

Kann jeder für sich bewerten...

https://taz.de/Eric-Clapton-canceln/!5900390/
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LesPaul
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Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von LesPaul »

Also die bekannten Verfehlungen kann man gerne immer wieder ansprechen, ist okay.

Das hier:
„Clapton müsste heute wieder im Zentrum einer jeden Debatte über kulturelle Aneignung stehen. Man bedenke, dass er seinen Ruhm überwiegend seiner Aneignung afroamerikanischer Blues-Techniken verdankt.“
Ist Unsinn, könnte man dann allen Künstlern vorwerfen, die covern. Zudem haben die Urheber ja auch Rechte an der Verwertung, falls sie noch leben, sonst die Nachkommen oder der Rechteinhaber.

Das hier:
„Persönlich nehme ich Clapton aber am meisten übel, wie er die Semiotik der Popmusik verändert hat, indem er der verzerrten Gitarre den Stachel zog. Das zunächst von Blues- und R & B-Gitarristen wie Hubert Sumlin, Gui­tar Slim und Ike Turner entdeckte und dann von Sixties-Rockern wie Pete Townshend, Jimi Hendrix oder auch Lou Reed zu einem Medium der Wut, der Raserei, der Auflehnung und des Widerstands geformte Zeichen wurde durch Clapton’sche Beiträge zu einem der Sentimentalität, des Selbstmitleids, der Verlogenheit und des Kitschs.
Allen voran sein Spiel auf dem Beatles-Song „While My Guitar Gently Weeps“ (1968) oder seiner Jammerode „Layla“ (1971). Der Mann bereitete den Weg für Kuschelrock und hartrockende TV-Auto-Werbung. Er nährte den Boden für den durchgerockten spießigen Mainstream. Und der traut sich, wieder Dinge zu sagen, wie …“
Ist seine persönliche Meinung, nicht mehr. Sehe ich allerdings anders.

Alle Zitate aus der Taz, Autor Detlef Diederichsen

https://taz.de/Eric-Clapton-canceln/!5900390/
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luisa_musika
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Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von luisa_musika »

Servus Claptomanen,
das unser Gitarrengot kein leichter Mensch ist, ist uns (hier im Forum) nun wirklich nichts Neues mehr.
Also News sind das nicht!
Logisch ist das nur seine Meinung die er auch haben darf - aber was genau war jetzt der Anlaß zu dem Verriss?

Und Layla muss man nicht mögen, aber Jammerode, gehts noch? Layla ist und bleibt Musikgeschichte! Aber sowas von.
Das möchte sich der werte Herr Diederichsen in Erinnerung rufen.

Kuschelrock? Okay - wenn er meint.

Wie auch immer ........... Layla :evil: Jammerode :cry: .............. was ist dann für den Menschen erst Tears in Heaven?

Der hat noch nie Jammerbarden gehört, die es aktuell zu Hauf gibt.

Schöne Feiertage und gesund bleiben.
frank
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Registriert: Mo 16. Jan 2012, 12:21

Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von frank »

Hallo zusammen,

es versteht sich von selbst, dass ich einen entsprechenden Kommentar zu diesem Artikel verfasst hatte. Habe darin versucht darzustellen, auf welch vielfältige Weise EC den Blues und Bluesmusiker unterstützt hat. Der Kommentar wurde von der taz nicht veröffentlicht.

Es sind merkwürdige Zeiten. Zeiten, in denen Respekt vor wahren Genies nichts mehr zählt. Zeiten, in denen Ikonen in lächerliche Schablonen gepresst werden, damit sich irgendein Zwei-Akkord-Punk-Gitarrist sich seines eigenen Weltbildes versichern kann. Undifferenzierter Blödsinn.

Eric Clapton hat der Welt Freude bereitet. Ein Herr Diederichsen nicht.

LG
Frank
crash1
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Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von crash1 »

An alle Detlef Diederichsen's dieser Welt,

B.B. King nimmt Euch die Argumente.

https://www.bing.com/videos/search?q=bb ... &FORM=VIRE

Viele Grüße

crash1
frank
Beiträge: 118
Registriert: Mo 16. Jan 2012, 12:21

Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von frank »

Vielen Dank dafür! Das hatte ich ebenfalls in meinem Kommentar erwähnt. “I never met a better man, a more gracious man, than my friend Eric Clapton.”

Aber - wie gesagt - davon wollten die nichts wissen bei der taz. Stattdessen haben sie geschrieben, dass es jetzt nicht länger möglich ist zu kommentieren. Man möchte offenbar sich und seine Leser ideologisch nicht gefährden. Anders als durch radikale Abschottung lässt sich so ein Stuss wie “kulturelle Aneignung” auch nicht aufrecht erhalten.

Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass sich Menschen eines Tages freiwillig in einen Zustand völliger ideologischer Verblendung begeben. Aber ich hätte es auch für unmöglich gehalten, dass sich das Clapton.de-Fanforum offiziell von Eric Clapton lossagt. Mich macht das immer noch traurig.

LG
Frank
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luisa_musika
Beiträge: 203
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Wohnort: MUC

Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von luisa_musika »

Morgen Claptomanen,
Ob sich das Forum offiziell von Eric losgesagt hat weiß ich jetzt nicht.

Musik ist sehr oft politisch. Ich bin nicht mehr up to date was Musik angeht, weil ich doch noch sehr in den 60ern, max 70zigern verhaftet bin, aber zumindest in der Zeit haben sich Musiker wie Joan Baez oder Bob Dylan immer zu gesellschaftlichen Problemen und Krieg, über ihre Musik geäußert.
Mit deren Weltanschauung kann ich etwas anfangen.

Gibt's das heute auch noch? :?:

Ich habe aktuell mehr Probleme mit Roger Waters. Bei "Spiegel Thema" kann man dazu viel lesen. Ich habe es letztes Jahr verstärkt mitbekommen, weil unser OB Reiter nicht wollte das Roger Waters in MUC auftritt.
Was ebenso gar nie nicht geht ist, dass Cat Stevens sich an der Hetzjagd auf Salman Rushdie beteiligt hat und das "Todesurteil" gegen ihn unterstützt.
Leider geriet das zwischenzeitlich in Vergessenheit und ich hatte die neuen CD's von ihm gekauft.

Ich spiele keine Alben mehr von Cat Stevens und auch nicht mehr von Roger Waters - sollte ich auch langsam von meinem NAS löschen.

Soweit bin ich bei Eric noch nicht.

Ist jedem seine eigene Sache wann er einem Künstler nicht mehr "folgen" mag.

Sorry Webbi - ist ein politisch angehauchter Post - kommt auch keiner mehr nach ;)

Gruß
EricsBadge
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Registriert: Mo 23. Jan 2012, 12:16
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Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von EricsBadge »

Wer sagt denn, das Fan Forum hätte sich von EC losgesagt, Frank? Für einige wenige mag das vielleicht zutreffen, aber doch nicht generell!
Selbstverständlich muss man nicht allem, was Eric so sagt und macht, zustimmen. Kritische Hinterfragungen sind immer erlaubt.
Aber darum kann man doch die (Lebens-) Leistung eines Menschen bzw. Musikers nicht generell in Frage stellen.
So sieht es wohl die Mehrheit in diesem Forum...
IchderDuke
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Registriert: Mi 26. Dez 2012, 21:17

Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von IchderDuke »

Mich interessiert die Musik.

Warum sollte ich geniale Werke meiden, weil die Stars privat eigenwillig sind?
Also ehrlich....
Louisblues
Beiträge: 109
Registriert: So 8. Jan 2012, 14:14

Re: "Neuer" TAZ-Artikel über Clapton

Beitrag von Louisblues »

Tach zusammen,
crash 1 schreibt
B.B. King nimmt Euch die Argumente.
.
Der Link funktioniert leider nicht mehr. Macht nix, ich war live dabei :)
Ich frage mich, ob B.B. King noch der gleichen Meinung wäre, wenn er den Clapton der letzten 3 Jahre erlebt hätte. Der sich z.B. mit Gerg Abbott, dem nachgewiesenermaßen rassistischen Gouvermeur von Texas ablichten lässt.

Gruß und schönes Wochenende@all

Louisblues
"I'm too old for this shit" (Leathal Weapon)
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