Ich fand Köln insgesamt besser als erwartet. Der auffälligste Schnitzer war ein ordentlicher Texthänger beim Sheriff (er kam wohl nicht auf die erste Strophe?). Der Sound war im Oberrang auf den billigen Plätzen zwar erst ab Beginn des Akustikblocks richtig gut, aber die Stimmung schon bei AFL ausgesprochen euphorisch. Highlights waren für mich - was mich selbst überrascht - Kindhearted Woman, Layla, LQOS, Holy Mother und Before You Accuse Me. Faszinierend, wie frisch sie die immergleichen Stücke jedes Jahr umarrangieren. Die Screens sind auch eine Bereicherung. Layla mutet irgendwie orientalisch-düster an; LQOS hatte heute eine beeindruckende Dynamik - stellenweise hätte man eine Stecknadel fallen hören. Bei Holy Mother fand ich EC sehr präsent; da kam der zweite, opulente Teil sehr stark. Generell fand ich ihn gesanglich ziemlich engagiert.
Also: Schade um Old Love, aber die Setlist funktioniert und das Konzert wirkte auf mich viel frischer als auf Papier. (Obwohl da für mich kein einziges neues Stück dabei war.) Schön, ihn nochmal in Deutschland gesehen zu haben - und schön, manche von euch vorab noch im Henkelmännchen getroffen zu haben.